Tiengen "Die Idee finde ich super" – Der Jestetter Künstler Kolibri über den Begriff der Grenzenlosigkeit

Die Anfertigung der Bilder für die Kunstaktion „Luftart – grenzenlos“ ist vom 20. bis 23. Juni in Tiengen zu erleben. Der Künstler Werner Blattmann alias Kolibri spricht über die Themen Grenzenlosigkeit und Kunst im öffentlichen Raum.

Kolibri, Sie wohnen in Jestetten-Altenburg, also mitten im Grenzgebiet zwischen Deutschland und der Schweiz. Was verstehen Sie unter dem Begriff "grenzenlos"?

Grenzen sind von Menschen gemacht, in der Natur gibt es sie nicht. Viel zu oft setzen sich Menschen auch Grenzen im Kopf. Die Idee hinter dem Begriff "grenzenlos" finde ich super. Ich habe dazu auch schon Ideen. Es wird gegenständlich mit frei tobenden Figuren.

Wie bereiten Sie sich auf das Schaffen im Open-Air-Atelier vor?

Die Zeit für das Malen selbst ist vor Ort recht kurz, deshalb habe ich mir bereits viele Gedanken über Entwürfe und ihre Umsetzung gemacht und verschiedene Ideen entwickelt, die jetzt noch auf Leinwand gebracht werden müssen.

Was halten Sie von der Idee, Kunst öffentlich und für den öffentlichen Raum zu schaffen?

Ich finde das Konzept positiv. Es muss auch bei uns in der Provinz immer etwas in Sachen Kunst passieren. Es wird aber auch schon sehr viel für öffentliche Kunst unternommen, gemeinsam mit der Stadt zum Beispiel. Bildende Kunst und ihr Schaffen kann sich sehr positiv auf den oft tristen und eintönigen Alltag auswirken. Ich bin ein Vertreter positiv wirkender Kunst. Ich versuche immer, meinen Werken eine positive Ausstrahlung zu verleihen.

Fragen: Peter Rosa

Zur Person und Aktion

  • Werner Blattmann alias Kolibri ist 51 Jahre alt und stammt aus Jestetten-Altenburg. Nach einer Lehre bei der Post hat er zwei Jahre hauptsächlich in Israel verbracht und dort gearbeitet. Später studierte er in München und Stuttgart Grafik, bevor er 17 Jahre in Berlin für die Zeitung „taz“ gearbeitet hat. Kurz nach dem Mauerfall ist er nach Jestetten zurückgekehrt. Er stellt in der Region aus und war auch an der grenzüberschreitenden Kulturnacht Küssaberg beteiligt.
  • Die Aktion: Die rund 30 Motive entstehen vom 20. bis 23. Juni im Open-Air-Atelier an der Schlossmauer. Ab Freitag, 14. Juli, werden sie vergrößert auf Fahnenstoff gedruckt und zwischen den Häuserfassaden befestigt. Zuvor kann man die Originale zwischen dem 23. Juni und dem 9. Juli in den Schwarzenberg-Sälen des Tiengener Schlosses betrachten. Vernissage ist am 23. Juni um 19 Uhr.

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