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Waldshut-Tiengen Die Grünen-Landtagskandidatin Petra Thyen möchte sich für mehr bezahlbaren Wohnraum einsetzen

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen lud Organisationen, Institutionen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Mangel an preiswertem Wohnraum und Möglichkeiten sozialen Wohnungsbaus in Waldshut-Tiengen“ ein. Chris Kühn, Grünen-Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik, kritisierte, dass zu wenige Sozialwohnungen gebaut werden und nannte preiswerten Wohnraum ein soziales Grundbedürfnis.

Eine der großen Aufgaben, vor der Bund, Land sowie die Bau- und Wohnungswirtschaft stehen, ist die zeitnahe Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Aus diesem Anlass lud die Partei Bündnis 90/Die Grünen Organisationen, Institutionen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Mangel an preiswertem Wohnraum und Möglichkeiten sozialen Wohnungsbaus in Waldshut-Tiengen“ ein. Vor einem interessierten Publikum von rund 30 Zuhörern führte die Landtagskandidatin Petra Thyen kurz in die Problematik ein, anschließend referierte Chris Kühn, Grünen-Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik.

Grüne und Bürger waren sich darin einig, dass in Waldshut-Tiengen ein Mangel an preiswertem Wohnraum besteht. Dadurch könnten vor allem Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Geringverdiener, Rentner und nicht zuletzt anerkannte Flüchtlinge derzeit nur schwer eine bezahlbare Wohnung finden. Chris Kühn sprach von einem „sozialen Grundbedürfnis, das jeder hat“. Er bemängelte, dass Deutschland jährlich rund 60 000 Sozialwohnungen an den freien Markt verlieren würde, jedoch nur 15 000 gebaut würden.

Chris Kühn sagte weiter, dass die Grünen sich stark für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die Sicherung des Wohnbestandes und der bezahlbaren Mieten einsetzten würden. Trotz der Erhöhung des Budgets des Landeswohnraumförderungsprogramms von 63 (2015) auf 75 Millionen Euro, sieht er immer noch „deutlichen Nachholbedarf“. Der Bund müsse seiner Meinung nach die Kommunen stärker bei der Schaffung von sozialem Wohnraum unterstützen. Auch die humanitäre Unterbringung von Flüchtlingen wurde angesprochen.

Sehr wichtig sei dabei, die Flüchtlinge dezentral, in sozial durchmischten Stadtvierteln unterzubringen, in denen es auch freie Arbeitsplätze gibt, um die Entstehung von abgetrennten Vierteln, wie sie beispielsweise in Paris existieren, zu verhindern: „Ein Stadtteil in einer schrumpfenden Region kann durch Verdichtung des Wohnraums und den dadurch zugezogenen Bürgern an Mehrwert gewinnen.“ In der Diskussionsrunde erklärte Bürgermeister Martin Gruner die geografische Lage Waldshut-Tiengens zum Hauptproblem beim sozialen Wohnungsbau. Chris Kühn sieht die Lösung darin, durch eine bessere Infrastruktur neuen Wohnraum am Stadtrand zu schaffen.

Die Landtagskandidatin Petra Thyen sah die Veranstaltung als Erfolg: „Ich hoffe, es kommt bald zu einer Entlastung für Waldshut und Bad Säckingen. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass der Bau des sozialen Wohnraums gefördert und die behördlichen Hürden reduziert werden.“

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