Das Waldshuter Krankenhaus meldete am Donnerstagabend gegen 21.45 Uhr der Polizei, dass ein Mann mit einer Stichverletzung im Brustkorb eingeliefert wurde. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand war der 25 Jahre alte, aus Syrien stammende Mann zuvor mit einem 33-jährigen ägyptischen Staatsangehörigen am Rheinuferweg unterhalb der Rheinstraße in Streit geraten.
Die beiden im Landkreis lebenden Männer kannten sich von einer früheren gemeinsamen Arbeitsstelle und trafen sich in Waldshut. Es fielen Beleidigungen, und anschließend entwickelte sich eine Schlägerei. In deren Verlauf zog der Ältere ein Messer und verletzte sein Opfer mit mehreren Schnitten und Stichen. Ein dritter Mann, ebenfalls ein Bekannter, war den beiden gefolgt und konnte sie schließlich trennen. Er lief mit dem verletzten davon und schleppte ihn ins Krankenhaus, als er bemerkte, dass die Verletzung schlimmer. Nach Auskunft der Polizei gestern befindet sich der 25-jährige jedoch nicht in Lebensgefahr.
Der Tatverdächtige konnte im Rahmen der Fahndung, bei der auch eine Streife der Bundespolizei im Einsatz war, gegen 22.30 Uhr im Bereich der Brückenstraße kontrolliert und festgenommen werden. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Taschenmesser, wurde beim Tatverdächtigen sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Waldshut-Tiengen am Freitag Mittag wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen.
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