Waldshut-Tiengen Blumen für Gisela Behringer
„1990 wurden im Pfarrblatt Helfer gesucht“, erinnert sich Gisela Behringer an die Anfänge ihres ehrenamtlichen Engagements. „Seither fahre ich mit meinem eigenen Auto das Essen aus. Damals wurde es noch im Kolpinghaus gekocht.“
Gisela Behringer beliefert schwerpunktmäßig Kunden in Tiengen „Seit zehn Jahren fahre ich zwei Mal im Monat, immer montags, und verteile sechs bis acht Essen“, berichtet Gisela Behringer, die verheiratet ist, zwei erwachsene Kinder und drei Enkel hat. „Wenn ich nicht kann, hilft mir mein Ehemann Rudolf.“ Trotz ihrer 67 Jahre denkt Gisela Behringer noch nicht ans Aufhören. Aber: „Im Winter wird es schwieriger. Aber da unterstützt mich mein Ehemann.“ Gisela Behringer fährt im Schnitt rund 60 Kilometer pro Monat, das macht in 20 Jahren 14 400 Kilometer, die sie mit ihrem eigenen Auto ehrenamtlich gefahren ist. „In den vergangenen 20 Jahren habe ich drei Autos gebraucht.“ Bis heute hat sich viel geändert in der Organisation des Essens aus Rädern. Es gibt Tiefkühlessen und so genanntes Heißessen. Dieses wird in der Küche des Caritashauses an der Waldshuter Poststraße warmgemacht. Die Tiefkühlräume sind ebenfalls dort untergebracht. Das Essen ist für den Raum Waldshut-Tiengen gedacht. In Bad Säckingen und Bonndorf gibt es ebenfalls eigene Stationen. Das Essen wird nach Waldshut von einer Firma in Reinen/Westfalen geliefert, wie Caritas-Vorstand Rolf Steinegger erklärt. „Wir haben insgesamt 403 ehrenamtliche Helfer im Caritasverband Hochrhein im Landkreis Waldshut. Drei Ehrenamtliche fahren in Waldshut das Essen auf Rädern aus.“ „Das Essen auf Rädern ist seit 20 Jahren für die Menschen da“, erklärt Steinegger. „Es kommt nicht nur darauf an, das Essen zu bringen, sondern sich auch mit Herz um die Menschen zu kümmern.“ Die Betreuung der Menschen, die sonst niemand mehr haben und alleinstehend sind, sei wichtig.
