Es dauerte einige Stunden bis am Donnerstag in der Wall- und Marienstraße zwei Banner zwischen den Häuserreihen gespannt waren. Mitarbeiter des Baubetriebshofs mussten die hierfür nötigen Haken teilweise mit Spezialklebern in losem Mauerwerk verankern, der dann seine Zeit brauchte, um zu trocknen.
Mit der Aufschrift „Handwerkerstraße“ und dem in Wort und Symbol gegebenen Verweis, dass hier eine Fußgängerzone ist, machen die Banner auf die Geschäfte in der Wall- und Marienstraße aufmerksam, die zu einem großen Teil dem Handwerk zu zurechnen sind. Seit gut vier Jahren sind die Obere Wallstraße und die Marienstraße Fußgängerzone, aber noch immer ist dies nach Ansicht der dortigen Geschäftsinhaber zu wenig im Bewusstsein der Menschen verankert.
Hinzu kommt das Problem, das immer wieder Autos durch die Straße fahren oder sogar dort parken, obwohl sie nicht zu dem Kreis jener gehören, die hierfür eine Ausnahmegenehmigung haben. Die beiden Banner wurden auf Initiative von Heike und Andreas Stoll, Geschäftsinhaber in der Wallstraße, aufgehängt. Sie hatten sich an die Stadt gewandt und ein offenes Ohr gefunden. Nach Aussage von Oberbürgermeister Martin Albers bleiben sie vorerst hängen. „Die Banner machen darauf aufmerksam, dass wir hier schöne Geschäfte haben und wir hoffen, dass sie Autofahrer abschrecken werden, rein zu fahren“, so der Oberbürgermeister.
Intensivere Kontrollen seien eben-falls erfolgt. Neben einer Entschärfung der Verkehrsproblematik wünschen sich die Geschäftsinhaber in der „Handwerkerstraße“ eine attraktivere Gestaltung ihrer Fußgängerzone besonders im Hinblick auf den Belag. 2014 können sie mit entsprechenden Baumaßnahmen rechnen.
Im Haushaltsplanentwurf 2013 wurden für die Sanierung der östlichen Wallstraße und der Marienstraße 220 000 Euro aufgenommen. Die Sanierungsmaßnahme war schon einmal im Haushaltsplan vorgesehen gewesen, dann aber zurückgestellt worden. „Damals war der Einbruch bei den Finanzen, jetzt geht es uns besser, deshalb gehe ich davon aus, dass es 2014 klappt“, sagte auf Anfrage Oberbürgermeister Albers.
