Wegen einer wichtigen internationalen Konferenz im Marokko hat Karel Fürst zu Schwarzenberg seinen Besuch am Schwyzertag absagen müssen. Der Vizeministerpräsident und Außenminister der Tschechischen Republik, auch durch die Geschichte seiner Familie mit Tiengen eng verbunden, hat Josef Hiobil, beauftragt, an seiner Stelle beim Heimatabend am kommenden Samstag zu sprechen.
Der Generalkonsul der Tschechischen Republik in München, Jahrgang 1960, hat sein diplomatisches Amt seit 2009 inne und war vorher Generalkonsul in Bonn. Er ist nicht nur für den Freistaat Bayern zuständig, sondern auch für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Hiobil, der fließend Deutsch spricht, steht seit 1995 im diplomatischen Dienst. Der Heimatabend beginnt am 30. Juni um 20 Uhr auf dem Kirchplatz. Er steht, wie das gesamte Heimatfest, im Zeichen des diesjährigen Gastlandes, der Tschechischen Republik. Rot gehört zu den Farben der tschechischen Nationalflagge. Und wie ein roter Faden durchzieht Tschechien, das Gastland des Schwyzertages 2012, auch das Programm des Heimatabends, den Tobias Fox moderiert und den der Aufzug von Bürgerwehr und Spielmannszug eröffnen wird.
Denn der Begrüßung durch Zunftmeister Ralf Siebold und Oberbürgermeister Martin Albers lässt die Stadtmusik Tiengen unter ihrem Dirigenten Bernhard Winter mit dem „Florentiner Marsch“ aus der Feder des tschechischen Komponisten Julis Fucik sogleich einen musikalischen Gruß aus dem Nachbarland folgen.
Dem vertrauten Auftritt der Fahnenschwingerinnen, der historischen Trachtengruppe und der Klettgauer Heimattracht schließt sich dann ein spannender, abwechslungsreicher Blick auf das Brauchtum und die Kultur unseres östlichen Nachbarn an: Zunächst mit dem Auftritt der fast 50 junge Menschen umfassenden Folkloregruppe aus Solanek, der die Festrede des Ehrengastes umrahmt; dann mit einer Arie aus der Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana, die Werner Gröschel, begleitet von Christian Seidel am Klavier, singt und der die beiden das amüsante Lied „Das Fräulein an der Himmelstür“ folgen lassen.
Gewiss für einen weiteren Höhepunkt sorgt dann die Ballettgruppe „Tanzpunkt“ unter der Leitung von Irmgard Pietraß mit dem Slawischen Tanz Nr. 2 von Antonin Dvorak. Die tschechische und die deutsche Nationalhymne sowie der vertraute „Wächterruf“ mit Hubert Baumgartner als Solist beschließen den Heimatabend, dem dann der traditionelle Fackelzug durch die Innenstadt folgt.
