Waldshut-Tiengen Aufräumarbeiten in Umspannwerk Gurtweil beendet
Das Provisorium aus Drahtschlaufen und Abstandshaltern hat seinen Dienst getan. Der Transformator im Umspannwerk Gurtweil konnte seine Arbeit wieder aufnehmen. Bild: EnBW
– „Am Dienstagnachmittag wurde die betroffene Einheit ohne Probleme wieder in Betrieb genommen“, bestätigt Simon Löffel aus dem Regionalzentrum der EnBW in Rheinhausen zu dem Transformator, an dem vor gut zwei Wochen in Gurtweil ein Brand ausgebrochen war. In der Region war infolge des Feuers im Umspannwerk der EnBW ein kurzer Stromausfall zu beobachten. Ein Kombiwandler wurde vollkommen zerstört – ein weiterer Kombiwandler und ein Abgangstrenner beschädigt.
Die Aufräumarbeiten durch EnBW-Fachkräfte und eine Spezialfirma, die in Absprache mit dem Landratsamt Waldshut ausgelaufenes Kühlöl und kontaminiertes Erdreich entsorgt hat, seien nun größtenteils abgeschlossen, erklärt Löffel. Der defekte Stromkreis war im Zuge der Aufräumarbeiten auf einen Stromkreis mit funktionierenden Kombiwandlern und Abgangstrennern aufgeklemmt worden. „Dieses Provisorium aus Drahtschlaufen und Abstandshaltern, auch Isolatoren genannt, wurde jetzt wieder abmontiert. Die Bevölkerung dürfte von unseren Arbeiten nichts bemerkt haben“, so Löffel.
Die Brandursache bleibt indessen weiterhin ungeklärt, da der verschmorte und der beschädigte Kombiwandler noch immer beim Hersteller sind, der weitere Untersuchungen zur Ursache des Feuers durchführt. Ebenfalls unbekannt ist nach wie vor die Schadenshöhe: „Das weiß man erst, wenn man die Rechnungen der Fremdfirmen vorliegen hat und die Arbeitsstunden der Mitarbeiter zusammengerechnet wurden.“
Insgesamt wurden bei dem Feuer zwei Kombiwandler und ein Abgangstrenner sowie 25 Kubikmeter Erdreich ausgetauscht. Die kontaminierte Erde sei mithilfe genauer Analysen zur Zusammensetzung des ausgelaufenen Öls fachgerecht entsorgt worden. „Alle Maßnahmen wurden eingehalten“, freut sich Löffel.
