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Ühlingen-Birkendorf Rückhalt für Bereichsnotärzte

22.09.2012
Ühlingen-Birkendorf -  Der Bereichsnotarzt-Verein Ühlingen will die bisherige Notarztversorgung im Rothauser Land wieder herstellen. Dazu plant er eine Unterschriftenaktion und eine Podiumsdiskussion. Der Gemeinderat signalisiert Unterstützung

Das Notarztfahrzeug für den Bereichsnotarzt im Rothauser Land steht still. Die Bereichsnotärzte nehmen derzeit die notärztliche Tätigkeit zu den bisherigen Bedingungen nicht mehr wahr. Im Januar 2010 (Bild) freute sich Notarzt Ralf Berg in Ühlingen noch über die neuen technischen Geräte, die von den Mitgliedern des BNA-Vereins finanziert wurden.  Bild: Steinhart

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Das Notarztfahrzeug, das der Bereichsnotarzt-Verein (BNA) Ühlingen dem Notarzt im Rothauser Land zur Verfügung stellt, steht derzeit still. Seit dem 1. Juli kommt bei schweren und lebensbedrohenden Fällen der Notarzt aus Waldshut oder Stühlingen oder der Rettungshubschrauber aus Zürich und die Bereichsnotärzte haben ihre notärztliche Tätigkeit zu den bisherigen Bedingungen eingestellt.

Als der Verein vor einigen Jahren zum Erhalt der Bereichsnotarztversorgung und dem Einhalt der Zeitvorgabe im Rettungsdienstgesetz gegründet wurde, war eine derartige Situation nicht absehbar – spätestens 15 Minuten nach Alarmierung durch die Rettungsleitstelle muss der Arzt laut Gesetz am Einsatzort eintreffen. In der Bürgerfragestunde der jüngsten Gemeinderatsitzung bat die stellvertretende Vorsitzende des BNA, Kerstin Peinelt, die Gemeinde um Rückhalt: „Geben Sie uns die Chance und stehen Sie hinter uns.“

Das Notarztfahrzeug, das im Besitz des BNA-Vereins ist, wurde in den vergangenen Jahren durch die Mitgliedsbeiträge auf einen medizinisch-technischen Stand gebracht, der höchsten Ansprüchen genügt. Es sei auch im Sinne der Mitglieder, dass ihr finanzieller Einsatz weiter für die Notfallversorgung eingesetzt werde. Und Ziel des BNA sei es weiterhin, die bisherige Notarztversorgung im Rothauser Land wieder herzustellen.

Die Notarzthilfe in dieser Region im oberen Schlüchttal ist nach Aussage des BNA mangelhaft. Es sei jetzt das Bestreben des Vereins, die Bevölkerung im Rothauser Land vermehrt auf die Situation aufmerksam zu machen. So sei eine Unterschriftensammlung geplant und eine Podiumsdiskussion mit allen an der Problematik Beteiligten, wie Bereichsausschuss, Rettungsdienst und Kostenträger.

Gemeinderat Peter Meyer stellte die Frage, ob der BNA im Rothauser Land auch gegebenenfalls mit anderen Bereichsnotärzten kooperieren würde. Man sei hier kein Alleinkämpfer, bestätigte Kerstin Peinelt und man stehe in Verbindung mit weiteren Bereichsnotärzten, um gemeinsam vorzugehen. Ob es für das Rothauser Land außer Ralf Berg möglicherweise noch weitere Notärzte gebe, wollte Gemeinderat Norbert Schwarz wissen. Der BNA ist laut Kerstin Peinelt bemüht, andere Ärzte mit ins Boot zu nehmen. Der Gemeinderat will das Anliegen des BNA im Rothauser Land unterstützen.

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