Der Grund für die Beschränkung: Kamil Matyscak muss beim Landratsamt erst einen Antrag zur wasserrechtlichen Genehmigung stellen. Denn der Betrieb eines Dampfschiffes geht laut Landratsamt über die Regelung des Gemeingebrauches hinaus.
Nun haben sich Kamil Matyscak und seine Frau Margit, beide Mitglieder im Deutschen Dampfschifffahrts-Verein (DDV), an das Schifffahrtsamt Konstanz gewandt. Der Sachbearbeiter für die Zulassung von Dampfbooten, Andreas Ellegast, ließ sich die Unterlagen des Bootes schicken. Auch die Unterlagen zu der Betriebsführung, die der Schiffsingenieur Klaus Müller vom DDV auf dem Dampfschiff bereits durchgeführt hatte – er hatte im August drei Werkbetriebesfahrten begleitet. Der Gemeinderat Schluchsee und das Schluchseewerk haben der Stationierung des Dampfbootes auf dem Schluchsee bereits zugestimmt.
Kamil Matyscak war bis zur Pensionierung als Maschinenbau-Ingenieur tätig. Über drei Jahre hinweg hat er an dem Dampfschiff Heron gearbeitet. Die Schale des Schiffes stammt von einem Hochseerettungsboot aus Bremen. Kessel und Maschine sitzen auf einem Alurahmen, der in die Wrangen des Schiffsrumpfes eingelassen ist.
Für die Präsentation am Sonntag hat man sich nun darauf geeinigt, dass das Dampfschiff Heron eine kurze Stippfahrt machen darf. Mitfahren werden Jürgen Kaiser, Bürgermeister in Schluchsee, Thomas Fechtig, Bürgermeister in Ühlingen-Birkendorf, Erwin Heer von der Schluchseewerk AG und dessen Frau. Danach erklären Kamil und Margit Matyscak bis 16.30 Uhr am Steg den Lauf der Maschine unter Dampf.
In der nächsten Woche soll das Dampfschiff Heron ausgewassert und zum Bodensee getrailert werden. Dort soll es eine Schiff-Betriebsnummer mit TÜV-Stempel bekommen. Matyscaks hoffen, dass der Heimathafen ihres Schiffes im nächsten Jahr dann der Schluchsee sein wird.
