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Ühlingen-Birkendorf

DSL schlägt hohe Wellen

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Dass die Bevölkerung hellhörig wird, wenn es um Elektrosmog oder Funkmasten geht, zeigte die große Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der jüngsten Gemeinderatssitzung. Um die Ortsteile der Gemeinde mit Breitbandanbindung (DSL) besser zu versorgen, müsste ein Sendemast errichtet werden, der über Richtfunk die potentiellen Internetnutzer erreichen könnte.

Stettens Bürgermeister lädt zu Gespräch über Mobilfunkmast-Standort ein, Alternative kostet maximal 10000 Euro, Einladung von Bürgermeister Siegmund Paul, Gespräch mit einem Vertreter der Deutschen Funkturm GmbH.
archiv

Ühlingen-Birkendorf – „Man muss akzeptieren, dass die Leute das nicht mehr wollen“, betonte Gemeinderat Peter Meyer und kann verstehen, dass die Bevölkerung gegenüber weiterer Belastung mit Elektrosmog sensibel geworden ist. Die Breitbandanbindung (DSL) ist in ländlichen Räumen noch sehr schwach. Eine Verkabelung solch weiter Strecken in topografisch ausgedehnten Flächen ist finanziell für die Gemeinden nicht möglich, Kosten von 50 000 bis 100 000 Euro pro Kilometer Glasfaserleitung stehen dabei an.

Eine Alternative dazu sind die Übertragungen via Funkwellen. Ralf Zaremba, verantwortlich in der Gemeindeverwaltung für elektronische Medien, erläuterte die Möglichkeiten der Verbesserung. Berau und Ühlingen sind gut versorgt, weil die Telekom in beiden Orten Glasfaserknoten verlegt hat. Von diesen Standorten ist im Durchmesser von vier Kilometern je nach Topografie DSL-Anschluss möglich, die Intensität nimmt nach der Entfernung hin ab.

Zaremba informierte, dass bei der Telekom über einen weiteren DSL-Ausbau angefragt wurde. Die Telekom schulde aber seit einem Jahr die Antwort, was darauf schließen lässt, dass kein Interesse besteht.

 

Die Firma Volker Gantert aus Stühlingen, registrierter Internet Service Provider, bietet den Aufbau und Betrieb von Funkmasten an, um die „weißen Flecken“ im DSL-Netz zu beheben. In der Gemeinderatssitzung stellte Gantert eine Möglichkeit vor. So könnte auf der Ühlinger Hermannschau ein Sendemast errichtet werden, der die Ortsteile versorgt, Brenden könnte von einem Sendemast in Aichen versorgt werden. Auf dem Hausdach des jeweiligen Abnehmers wird ein Empfänger angebracht, der das Signal empfängt. Die vom Sendemast ausgehenden elektromagnetischen Wellen, hätten, so Gantert, lediglich eine maximale Leistung von drei Watt.

Eine solche Anlage wäre für die Gemeinde kostenneutral und schnell umsetzbar. 25 Abnehmer pro Ort sollten allerdings Empfänger werden.

Dass Glasfaserleitungen für die Gemeinde nicht bezahlbar seien, betonte Bürgermeister Thomas Fechtig, wies aber auch darauf hin, dass die Gemeinden Antreiber sein müssen, „weiße Flächen“ verschwinden zu lassen, auch wegen der Infrastruktur und der Gewerbetreibenden. Im Gegensatz dazu wolle man natürlich keine gesundheitsschädlichen Dinge aufstellen, so der Rathauschef.

Die von der Gemeinde durchgeführte Bedarfsanalyse sollte vor diesem Hintergrund nochmals durchgeführt werden. Gemeinderat Albert Baumeister verwies auch darauf, dass in Kürze zusätzlich noch elektromagnetische Wellen auf die Bevölkerung durch den Funk der Rettungsdienste hinzukommen.

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Autor: Werner steinhart
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