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Todtmoos Power-to-Gas-Technik: Cremer-Ricken kritisiert CDU-Sprecher Paul Nemeth

Die Grünen-Politikerin zeigt sich in einer Stellungnahme verwundert über die Aussagen von Paul Nemeth bei einer Podiumsdiskussion über Kleine Wasserkraft und Energie in Todtmoos.

Ruth Cremer-Ricken, Fraktionssprecherin der Grünen im Kreistag und Teilnehmerin der Podiumsdiskussion über Energie und Wasserkraft in Todtmoos in dieser Woche, nimmt Stellung zu den Aussagen von Paul Nemeth, der ebenfalls auf dem Podium saß. Paul Nemeth ist energiepolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag. Einige dieser Aussagen zur Power-to-Gas-Technik können nicht unbeantwortet bleiben, schreibt Cremer-Ricken in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es dort wie folgt:

„Nachdem RWE sich von dem Projekt Pumpspeicherkraftwerk Atdorf getrennt hat, widmet sich der Konzern intensiv der Energiespeicherung über Power-to-Gas-Anlagen. Mit dieser Technik wird überschüssiger Strom verwendet, um Wasserstoff und in einem weiteren Syntheseweg Methan herzustellen. Als Speicher besteht zum Beispiel schon heute das gut ausgebaute Erdgasnetz. Hierdurch wird auch eine Alternative zum herkömmlichen Netzausbau aufgezeigt.

Im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren betreibt RWE die effizienteste Power-to-Gas-Anlage in Deutschland, welche einen Wirkungsgrad von 86 Prozent erreicht. Dass Paul Nemeth noch davon spricht, dass diese Technik bei einem Wirkungsgrad von 86 Prozent zu wenig energie-effizient sei, ist erstaunlich. Entweder ist Paul Nemeth nicht auf der Höhe der Entwicklung in Sachen Speichertechnik oder er verschweigt es mit Rücksicht auf die laufenden weiteren Planungen zum PSW Atdorf, die der Aufsichtsrat der EnBW beschlossen hat.

Ein Blick in die Liste der Aufsichtsräte der EnBW, die das Festhalten am weiteren Verfahren Atdorf beschlossen haben, ist erhellend. Die Landesregierung ist lediglich mit zwei Aufsichtsräten (Grüne, SPD) vertreten, die Opposition im Landtag mit einem Vertreter (CDU), der Zweckverband Oberschwäbischer Elektrizitätswerke (OEW) mit drei Vertretern (alle CDU). Ferner sind die Netzbauer (Netz BW) wie auch der Lieferant der Turbinen (Voith) im Aufsichtsrat vertreten, deren Firmen beim Bau von Atdorf mit großen Aufträgen rechnen dürfen.

Wenn Paul Nemeth die rasante Entwicklung der Power-to-Gas-Technik klein redet, dann hat dies ein „Geschmäckle“.

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