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Todtmoos Ehrenamtliche sollen helfen

21.07.2011
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Der Caritasverband Hochrhein und die Wehrawald-Klinik Todtmoos stellen einzigartigen Plan für Bedürftige vor

Todtmoos (kss) Einen bisher einzigartigen Plan stellten Vertreterinnen und Vertreter des Caritasverbandes Hochrhein und der Klinik Wehrawald Todtmoos vor. Zum ersten Mal bundesweit soll es in einer Einrichtung der Deutschen Rentenversicherung ein Projekt „Ehrenamtliche“ in enger Kooperation mit dem Caritasverband geben. Dafür werben die Organisatoren um Unterstützung aus der Bevölkerung.

Anneli Ahnert, seit 2005 unablässig damit beschäftigt, wie sie selbst es formuliert, „die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu platzieren“, ist als hauptamtliche Kraft bei der Caritas Hochrhein für die Gewinnung und Begleitung ehrenamtlicher Helfer zuständig. Allein mit elf Besuchsdiensten im Kreis hält sie regelmäßigen Kontakt. Seit 2006 laufen auch Projekte mit Schulen. Rund 130 Schüler nehmen pro Jahr die Möglichkeit wahr, anhand freiwilliger Praktika Einblick in soziale Berufsfelder zu erhalten. Viele davon stellen sich auch danach dauerhaft als Ehrenamtler zur Verfügung. Nun möchte Anneli Ahnert Interessenten motivieren, sich auch bei der Begleitung von Rehabilitanden der Klinik in Todtmoos einzubringen. Dass eine solche Begleitung auch während eines Klinikaufenthaltes auf jeden Fall eine sinnvolle Sache ist, kann Gertrud Gantert, Vorstandsmitglied der Caritas Hochrhein, als Vertreterin für das Ehrenamt, aus ihrer jahrzehntelangen Arbeit als Pflegedienstleiterin bestätigen.

Vorstellbar ist jede Art von Freizeitbetätigung in Ergänzung zu den im Rahmen des Therapiekonzepts bestehenden Angeboten. Hierzu gehören etwa begleitete Gottesdienstbesuche, Museums- und Konzertbesuche, Spaziergänge und kleine Wanderungen, angepasst an den Leistungszustand der Teilnehmer, Spiele, handwerkliche und kreative Tätigkeiten, Lesungen, Vorträge und vieles mehr.

Auch ein zeitlich befristetes Engagement ist möglich. Voraussetzungen sind keine erforderlich, lediglich eine Einweisung in Hygiene und Schweigepflicht sind zu Beginn obligatorisch, der Besuch von Schulungen und Fortbildungen indes auf Wunsch durchaus möglich. Auch die Rückbindung an den professionellen Rahmen bei Problemen und zur Kommunikation der Erfahrungen steht den Ehrenamtshelfern natürlich jederzeit offen.

Interessenten sollen über Presse, Gemeindeblatt, Pfarrblatt und die Homepage des Caritasverbandes angesprochen werden. Personen jeden Alters, auch Gruppen oder Vereine sind herzlich willkommen. Der Verwaltungsleiter der Klinik Wehrawald, Matthias Lebert, und der leitende Arzt, Hansjörg Schäfer, versprechen sich von dieser Initiative eine Qualitätssteigerung für ihr Haus. Keinesfalls soll eine Konkurrenzsituation zu den hauptamtlich Beschäftigten entstehen. Im Gegenteil: Die Ehrenamtlichen sollen mit ihrem Angebot in den Klinikalltag integriert werden.

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