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Stühlingen Zustimmung und Ablehnung der Einwohner gab es beim Bürgergespräch in Weizen

Das Bürgergespräch in Weizen dreht sich um viele aktuelle Themen. Unter anderem stehen Wasserversorgung und Internet auf der Agenda.

Wie Bürgermeisterin Isolde Schäfer beim Bürgergespräch in Weizen berichtete, wird Weizen zu 95 Prozent mit Trinkwasser aus dem Versorgungsgebiet Stühlingen versorgt. Die restliche Wassermenge wird vom Zweckverband GWV-Hochschwarzwald eingeleitet. Die Klausenquelle und Schambachquelle seien noch immer zu hoch mit Nitrat belastet. „Die Werte sind allerdings rückläufig (Klausenquelle) und scheinen sich zu stabilisieren (Schambachquelle); vielleicht kann sich Weizen in Zukunft mit dem eigenen Wasser versorgen“, erklärte Schäfer.

Hygienisch einwandfreie Wasserqualität wird durch die UV-Strahlung chemiefrei erreicht, wie mikrobiologische Untersuchungen bestätigen: „Unser Trinkwasser aus der Leitung ist im Normalfall besser und stärker überwacht als das aus der Flasche.“ Weizen hatte 2016 sechs Rohrbrüche an Versorgungs- und Anschlussleitungen.

Der Schuldenstand der Stadt beträgt bis Ende des Jahres knapp drei Millionen Euro. „Der Haushalt 2017 konzentriert sich erneut vorwiegend auf Maßnahmen, die keinen längeren Aufschub dulden, beziehungsweise deren Verzögerung mit weiteren Kosten zu Buche schlagen würden. Und so wird es in den kommenden Jahren auch bleiben, wir müssen uns auf die Realisierung von Pflichtaufgaben konzentrieren“, so die Bürgermeisterin. Nach dem Rekordhaushalt 2016 mit 21,1 Millionen Euro hat der Haushalt 2017 ein Gesamtvolumen von 19,1 Millionen Euro.

Der allgemeinen Rücklage sollen 1,89 Millionen Euro entnommen werden, „wobei abzuwarten bleibt, ob diese Höhe der Einnahme tatsächlich erforderlich wird.“ Die Verschuldung des Eigenbetriebs ZIS werde mit der Zeit geringer: „Nur keine Panik, das sind rentierliche Schulden. Wir kommen irgendwann in den Gewinnbereich“, versicherte die Bürgermeisterin. Das überdurchschnittlich großflächige und topografisch anspruchsvolle Gemarkungsgebiet erfordere einen hohen Unterhaltsaufwand. Das Wasserleitungsnetz macht dies deutlich: Während Klettgau und Wutöschingen mit ähnlicher Bevölkerungszahl 131 (Klettgau) und 87 Kilometer (Wutöschingen) Leitungen zu unterhalten haben, sind es in Stühlingen 215 Kilometer.

Für die Sanierung der Ehrenbachhalle wurden Zuschüsse beantragt. Einer wurde abgelehnt, einer steht aus, die anderen wurden bewilligt. Die Arbeiten beginnen nach Ostern. Die Kosten liegen bei einer Million Euro, bei Eigenmitteln von 454 500 Euro. 335 000 Euro sind für die Sanierung der Brücke zur Buchwaldstraße in Weizen vorgesehen.

Ortsvorsteherin Gaby Fischer gab mit 549 die Zahl der Einwohner Weizens inklusive der 20 Nebenwohnsitze an und damit 24 mehr als im Vorjahr. Die erfreuliche Steigerung führt sie auf das Baugebiet zurück sowie auf Asylsuchende und junge Weizener, die nach ihrer Ausbildung zurück in den Ort ziehen. Erfreut war sie über das Projekt der Sto-Azubis, die mit Matthias Beil die Beleuchtung der Klausenhütte mit LED-Batterien versorgt haben. Die Geräte auf dem Spielplatz werden ersetzt, eine Spende des Frauenvereins dafür wurde dankbar angenommen.

Ein Diskussionspunkt beim Bürgergespräch war die Verzögerung beim schnellen Internet. Auch die Baumaßnahme Brücke und der Zugang zur Buchwaldstraße wurden angesprochen. Daniel Alschewski reklamierte die Gefährdung von Fußgängern durch angeblich nicht verkehrstauglichen Fahrzeuge der Schweizer Landwirte.

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