Stühlingen Jetzt entscheidet Freiburg
30.03.2011
Stühlingen (sbe) Bei der Jahresversammlung des Turnvereines Stühlingen informierte Bürgermeisterin Isolde Schäfer über den aktuellen Sachstand des geplanten Baus der Leichtathletikanlage. Schäfer bedauerte, dass es dabei in der Vergangenheit zu Informationsdefiziten kam.
Bereits seit 36 Jahren stehe das Thema auf der jährlichen Agenda des Turnvereines, so Schäfer. Nachdem die bisherige Anlage hinter dem Schulzentrum einem Kanalbau und der Kindergartenplanung weichen musste, trainieren die Stühlinger Leichtathleten auf der Anlage in Eggingen. Die bisherige Stühlinger Anlage entspreche allerdings in keinster Weise den Wettkampf-anforderungen, sei aber für Trainingszwecke ausreichend. Turnvereinsmitglieder, hier an erster Stelle Wolfgang Mut, hatten die Anlage in Eigenregie gebaut und in Schuss gehalten.
Weil jährlich nur für ein Großprojekt ein Zuschussantrag gestellt werden darf, sei der ersehnte Bau der Leichtathletikanlage von der Stadt verschoben worden. Die neue Anlage solle dabei nicht nur vom Turnverein, sondern auch von den Schulen genutzt werden. 2010 wurden im städtischen Haushalt bereits Mittel eingestellt. Damals wurde mit Zuschüssen in der Größenordnung von 34 000 Euro gerechnet. Im Juni 2010 kam der abschlägige Förderbescheid. Den Bau ausschließlich aus Eigenmitteln zu finanzieren, kam für die Stadt angesichts einer Fülle weiterer dringlicher Vorhaben nicht infrage. „Inzwischen wurde die ursprüngliche Planung in Absprache mit dem Badischen Sportbund optimiert“, so Bürgermeisterin Schäfer. In den Haushalt 2011 wurden trotz angespannter finanzieller Lage 168 000 Euro eingestellt. Die maximale Förderquote an Landesmitteln liege bei 30 Prozent (50 400 Euro).
Der Förderantrag und die Planunterlagen liege dem Regierungspräsidium vor. Laut Schäfer ist mit einer Entscheidung nicht vor Sommer zu rechnen. Isolde Schäfer: „Sollten die Landesfördermittel gewährt werden, steht einer zügigen Umsetzung des Vorhabens nichts mehr im Weg.“ Im Falle einer erneuten Ablehnung werde die vollumfängliche Umsetzung aus Eigenmitteln im Gemeinderat neu beraten.

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