St. Blasien Weber Chef bei Freien Wählern
13.01.2012
Ralf Weber. Bild: kss
Blasien ab. Zur neuen Vizechefin wählten die Mitglieder in der Hauptversammlung Gabi Benz. Weber wünscht sich, dass die Freien Wähler ihren Fokus weiterhin auf die Kommunalpolitik richten und parteipolitischen Erwägungen sowie Lobbyismus aus dem Weg gehen. Außerdem möchte er sich um Nachwuchs bemühen.
Manfred Leber berichtete aus der Gemeinderatsarbeit, dass Entscheidungen ohne Fraktionszwang getroffen würden. Als „große Nummer für 2013“ bezeichnete er die Sanierung der Albtalstraße sowie aktuell die Sanierung der Schwinbachbrücke.
Christoph von Ascheraden lobte die allgemeine politische Entwicklung im Land hin zu einer direkteren Bürgerbeteiligung, die den fundamentalen Grundsätzen der Freien Wähler entspreche. So müsse man dem Bürger etwa auch den demokratischen Aspekt der im Rahmen der überfälligen Straßen- und Kanalsanierung zu erwartenden Gebührenanpassung klarmachen. Diese nämlich helfe letztlich zukünftige Belastungen zu vermeiden. Er plädierte dafür, an der Schuldentilgung zu arbeiten und gleichzeitig mit Augenmaß zu investieren, wie gerade am Feldberg in Gestalt zweier Liftmotoren und einer Beschneiungsanlage sowie der Inbetriebnahme eines kleinen Zubringerliftes geschehen.
Andreas Fritz informierte über die Aktivitäten. So haben sich die Mitglieder im vergangenen Jahr um den Rasen im Kreisverkehr und den Poldibrunnen im Albtal gekümmert, die Basketballanlage am Sportstadion gepflegt und die Beleuchtung des Kreuzes kontrolliert. Mit Spenden unterstützt hat die Vereinigung den Wildgehege-Förderverein und das Jugendherbergswerk.
In der Versammlung wurden einige Diskussionen angestoßen. Die Frage nach einer sinnvollen Auslastung des Hauses des Gastes beantwortete Bürgermeister Rainer Fritz mit einer Vision. Das Rathaus, so Fritz, sei energetisch gesehen wie auch bezüglich der Barrierefreiheit im Vergleich zum Haus des Gastes eindeutig im Minus. Warum also nicht über eine Umsiedlung der Verwaltung und Umwidmung des Rathauses nachdenken? Allerdings wolle er mit diesem Vorschlag keinesfalls künftigen Diskussionen vorgreifen, betonte er im Gespräch nach der Sitzung. Unabhängig davon solle im Haus des Gastes ein Spielzimmer eingerichtet werden und eventuell könnten dort künftig auch Trauungen in kleinerem Rahmen stattfinden. Ralf Weber rügte den vorwurfsvollen Ton gegenüber der Stadt, sich mit der Verpachtung von Gaststätten zu befassen. Die Bedenken aus den Mitgliederreihen, die Nutzungsmöglichkeiten des Kursaals durch Vereine könnten sich verschlechtern, räumte Bürgermeister Fritz aus. Die Sanierung, die mit Hilfe von Fördermitteln möglich geworden sei, beinhalte Maßgaben in dieser Richtung, die auf jeden Fall auch zukünftig erfüllt werden müssten.
