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St. Blasien Segen für das neue Feuerwehrfahrzeug

Das neue Rüstfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr St. Blasien wird feierlich geweiht. Anschließend zeigen die Einsatzkräfte ihr Können.

Perfektes Wetter – Sonne mit kühlendem Wind – hatte die Freiwillige Feuerwehr für ihr Fest zur Weihe des neuen Rüstfahrzeuges bestellt. Pater Josef Singer und Pfarrer Traugott Weber erteilten dem Landkreisfahrzeug, das in St. Blasien stationiert ist, einen ökumenischen Segen, Kreisbrandmeister Thomas Santl überreichte die Standard-Einsatzregeln, und zahlreiche Gäste informierten sich über die Möglichkeiten, die die Feuerwehr durch das neue Fahrzeug hat.

"Als wir die Beladung live gesehen haben, wurde uns bewusst, was wir uns mit diesem Fahrzeug angetan haben", sagte Kommandant Frank Bercher augenzwinkernd in seiner Rede, in der er noch einmal den langen Weg nachzeichnete, den die Freiwillige Feuerwehr und der Landkreis Waldshut gemeinsam genommen haben, seit vor sieben Jahren die Anfrage kam, ob ein solches Rüstfahrzeug in der Domstadt stationiert werden könne. Es ist das dritte im Landkreis nach den beiden in Bad Säckingen und Waldshut. In den neun Wochen, die das Fahrzeug nun bereits in St. Blasien steht, haben die Mitglieder der Feuerwehr jedes Wochenende und etliche Abende trainiert, erklärte Bercher weiter, um künftig ihre Aufgaben mit dem Fahrzeug erfüllen zu können.

"Nach dem Evangelium sind Sie die Freunde Jesu, weil Sie Ihr Leben einsetzen zum Schutz anderer", sagte Pfarrer Traugott Weber. Pater Josef Singer wiederum betonte, dass das Wunderwerk der Technik, das dieses neue Rüstfahrzeug darstelle, zum Dienst am nächsten verwendet werde. Gemeinsam beteten die beiden Geistlichen bei ihrer ökumenischen Segnung dafür, dass die Mitglieder der Feuerwehr immer heil von ihren Einsätzen zurückkommen mögen.

Bürgermeisterstellvertreter Thomas Mutter erinnerte in seiner Ansprache an die Eröffnung des Feuerwehrgerätehauses im Jahre 1981. Schon damals hätten die Festredner betont, dass St. Blasien eine glückliche und dankbare Gemeinde sein könne, angesichts der Schutzmacht Feuerwehr, die sie an ihrer Seite habe. "Wir wissen, was wir an unserer Feuerwehr haben", betonte Mutter. Er drückte seine Freude aus, dass der Landkreis Waldshut der Freiwilligen Feuerwehr ein so großes Vertrauen entgegenbringt, ein Sonderfahrzeug hier zu stationieren.

Feuerwehr St. Blasien ist eine wichtige Stütze der Region

In Vertretung von Landrat Martin Kistler sprach Petra Hall vom Landratsamt ein Grußwort. Es sei durchaus nicht selbstverständlich, dass die Mittel für ein solches Fahrzeug bereitgestellt werden können, betonte sie und dankte dafür dem Kreistag. Sie wies darauf hin, dass die Feuerwehr St. Blasien eine wichtige Stütze in der Region sei. Petra Hall erklärte weiter, dass die Rettungskräfte mit der neuen, anspruchsvollen Technik, mit der das Fahrzeug bestückt ist, auch eine große Herausforderung angenommen habe.

In 25 Minuten, so erklärte Kreisbrandmeister Thomas Santl, müsse ein Rüstwagen im Notfall grundsätzlich zur Verfügung stehen. Es ergänze die klassischen Einsatzfahrzeuge bei vielen Einsätzen. Etliche Stunden Planung seien in das wohldurchdachte, gut ausgestattete Fahrzeug investiert worden, das nun übergeben und zum 1. Juli in Dienst gestellt werde. Er überreichte Kommandant Frank Bercher die Standard-Einsatzregeln. Die Kameraden der Patenfeuerwehr aus Hard in Österreich hatte eine Christopherus-Statue mitgebracht und wünschten den St. Blasiern, dass das neue Fahrzeug so lange halten möge wie die Freundschaft zwischen den zwei Wehren bisher: 51 Jahre.

Die Stadtmusik St. Blasien und Manfred Rupp unterhielten die Gäste beim Feuerwehrhaus, ein leckeres Mittagessen generierte Spenden für den Förderverein Krebskranke Kinder und die Klinikclowns in Freiburg.

Spannend sowohl für die Mitglieder der benachbarten Feuerwehren als auch für die kleinen Gäste wurde es dann, als die Feuerwehr St. Blasien eine der vielen Rettungsmöglichkeiten mit der neuen Ausstattung vorführte. Sowohl ein Auto als auch ein 16 Tonnen schweres Raupenfahrzeug wurden angehoben, um eingeklemmte Personen zu bergen – in einem Bruchteil der Zeit, die die bisherige Ausstattung dafür benötigt hätte.

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