Rheinfelden/Schwörstadt Zehn schaufeln für die Erweiterung der Kläranlage in Schwörstadt

Der Abwasserzweckverband Rheinfelden-Schwörstadt beginnt die 4,1 Millionen teure Erweiterung des Betriebs in Schwörstadt.

Mit einem ersten Spatenstich haben am Montag offiziell die Erweiterungsarbeiten an der Kläranlage Schwörstadt begonnen. 4,1 Millionen Euro sollen die Maßnahmen kosten, die die Anlage zukunftstauglich machen soll. Neben der Erhöhung der Kapazitäten kann die Anlage nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2019 auch ausfallsicher betrieben werden.

Die Spitzen der Verwaltung aus Rheinfelden und Schwörstadt, Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Christine Trautwein-Domschat, begrüßten für den Abwasserzweckverband Fraktionssprecher und Gemeinderäte der Kommunen, Verwaltungsmitarbeiter, aber auch Planer, Ingenieure und Bauunternehmen zum ersten Spatenstich. Mit dabei war natürlich auch das Team um Betriebsleiter Jürgen Nass.

Oberbürgermeister Eberhardt sprach in seiner prägnanten Rede von der dringenden Notwendigkeit, die für 13 500 EWG (Einwohnergleichwert; Einheit, in der die Schmutzfracht bemessen wird) ausgerichtete Anlage auf 15 000 EWG zu erweitern. Die Kläranlage, die für Schwörstadt, Dossenbach, Karsau und Nordschwaben zuständig ist, arbeitet längst an den Kapazitätsgrenzen, was auch mit dem weiteren Wachstum der Kommunen zu tun hat. Zudem wäre ohnehin eine Sanierung nötig gewesen.

Bereits Ende 2014 wurden erste Studien zum Ausbau der Kläranlage erstellt, 2015 beschloss der Abwasserzweckverband die Planung der Optimierungsmaßnahme. In den kommenden zwei Jahren wird nun das vorhandene Nachklärbecken in ein Belebungsbecken umgebaut und dafür ein neues, zweistraßiges Nachklärbecken errichtet. Zweistraßig bedeutet, dass zwei unabhängige Reinigungswege existieren, so dass auch bei einem Ausfall oder einer Revision der Betrieb in der anderen Reinigungsstraße aufrechterhalten werden kann. Etwa 4,1 Millionen Euro sind dafür laut Kämmerer Udo Düssel in die Haushalte 2017 und 2018 eingestellt. Mit den vorausgekommenen Planungskosten kommt die Erweiterung auf etwa 4,4 Millionen Euro. Dafür gibt es neben den neuen Becken auch noch neue Maschinen- und Steuertechnik, wie Jürgen Nass sich freute.

„Jürgen Nass koordiniert die Arbeiten von Seiten der Kläranlage“, stellte Eberhardt den Betriebsleiter vor. Mit ähnlichen Maßnahmen habe er auch in der Kläranlage Herten bereits zu tun gehabt, wo der Abwasserzweckverband 7,5 Millionen Euro investiert hat. Es handelte sich dort um die größte Investition in der jüngeren Geschichte des Abwasserzweckverbands. Die Kläranlage Herten (EWG 47 000) ist seit 1980 in Betrieb. Die jetzige Anlage in Schwörstadt wurde 1987 in Betrieb genommen.

„Im Verbund schafft man das, was man alleine nicht stemmen kann“, freute sich Trautwein-Domschat. Sie betonte die Wichtigkeit dieses „stillen Örtchens“, von dem man normalerweise nicht viel mitbekomme. Im Mittelalter seien die Kloaken noch in offenen Kanälen durch die Städte verlaufen. Es sei großartig, heute die nötige Entsorgung und Säuberung in einer zentralen Anlage mit gutem Team zu wissen.

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