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Schwörstadt Schwörstadt ist einig: Hauptsache Autobahn – egal wie

CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster informiert im Gemeinderat Schwörstadt über aktuellen Stand zur Autobahn 98.

„Wir wollen die Autobahn, auch wenn wir dafür Kröten schlucken müssen.“ Ob Bergtrasse oder Kombitrasse ist für die Schwörstadter Bürger längst nicht mehr die vorrangige Frage – Hauptsache es geht zügig voran. Dies verdeutlichte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend gegenüber dem CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster, der über den aktuellen Stand zum Bau der Autobahn 98 informierte.

Der Bundespolitiker brachte wichtige Neuigkeiten mit: In wenigen Wochen habe er ein Gespräch mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth. Darüber hinaus komme dieser am 6. März zu einem Treffen nach Waldshut-Tiengen. Zur Diskussion stünden dabei alle wichtigen Verkehrsthemen in Südbaden. Also auch die A 98. Anlass für diese dichte Folge von Terminen ist die Vorlage des neuen Bundesverkehrswegeplans. Einen ersten Referentenentwurf erwartet Schuster bereits im Frühsommer, das endgültige Ergebnis im Spätherbst. „Da müssen und werden wir mit der A 98 drin stehen, sonst geht gar nichts mehr vor 2030“, erklärte Schuster. Die Grundsatzfrage sei, welche Dringlichkeit die Autobahn am Hochrhein darin habe. Darum werde derzeit verhandelt. „Wir wollen die halbe Autobahn – drei Streifen mit der Option eines späteren Ausbaus des vierten Streifens“, erklärte Schuster.

Diese Planung entspreche den Autobahnkritikern und sei ein idealer Kompromiss für die Befürworter einer Bundesstraße. Was aber wird kommen: die Bergtrasse oder die vom Bund favorisierte Kombitrasse (Talvariante). Auch wenn Schuster die Euphorie in gewissen Teilen der Region für die Kombitrasse nachvollziehen könne, „einen Joker will ich da nicht drauf setzen“. Er sehe durchaus noch Chancen für die Bergtrasse. Schuster erinnert an das Jahr 2010, als die Bergtrasse nur wenige Wochen vor der Offenlage stand. „Aber wenn sie kommen sollte, muss das Ding auch verkehrswirksam werden und es gilt, für Wehr möglichst viel heraus zu verhandeln“, sagte er.

Vorrangig sei jedoch, die A 98 im Bundesverkehrswegeplan als „VB-Plus“ (vordringlicher Bedarf) einzubringen. „Dabei fordern wir ganz klar eine Autobahn“, erklärte Schuster. Die Kosten für die halbe Bergtrasse sieht Schuster vergleichbar mit der Kombitrasse. Deren Mehrkosten – Schuster nannte eine Zahl von bis zu 150 Millionen Euro – ließen sich nicht klein reden. Das müsse gegenüber dem Bundesverkehrsministerium deutlich zum Ausdruck gebracht werden. „Wir werden entscheiden müssen und am Ende wird irgendeiner sagen: So ein Mist“, lautete das vorläufige Fazit von Schuster.

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