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Schopfheim Zuschuss für besondere Projekte

Theodor-Heuss-Gymnasium sammelt Spenden. Unterstützung für wohltätige Projekte.

Im Rahmen der Projekttage und eines Tags der offenen Tür am Theodor-Heuss-Gymnasium wurden auch Spenden gesammelt. Es kamen beachtliche 5100 Euro zusammen. Bewundernswert ist, was mit den Spenden passiert: Während die eine Hälfte der Gelder für Bildungsbelange eingesetzt wird, spendet die Schule den restlichen Betrag an wohltätige Projekte der Umgebung.

Ein großer, roter Scheck stand am Montag symbolisch für die Spendengelder, mit denen das Theodor-Heuss-Gymnasium drei soziale Projekte unterstützten wird. Eines davon ist das Granja el Ceibo, ein Heim für Jugendliche mit Behinderung in der argentinischen Provinz Santa Fe. 1988 wurde es von Hans-Gerd Wiesner aus Wehr gegründet. Bis heute unterstützt er dort junge Menschen, die in einem Land wie Argentinien andernfalls keine Zukunft gehabt hätten.

„Uns ist es wichtig, dass wir genau wissen, was mit dem Geld passiert. Deswegen geben wir die Spenden an Organisationen weiter, die von Lehrern, Eltern oder Schülern direkt unterstützt werden“, berichtet Markus Manfred Jung, Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium. Auch er selbst hat schon einige Wochen auf der Granja verbracht und miterleben dürfen, wie dort das Zusammenleben zwischen Betreuern und Behinderten vorbildhaft funktioniert. Der Freundeskreis „Granja el Ceibo“ e.V. aus Wehr unterstützt die Einrichtung durch Spendengelder und deckt so 30 Prozent des gesamten Haushaltes. Barbara Schanz und Richard Blatter, die Vorsitzenden des Freundeskreises, sowie Carl-Erich Wiesner, Ehrenvorsitzender und Vater von Hans-Gerd Wiesner, nahmen am Montag stellvertretend für den Verein eine Spende von 1000 Euro entgegen.

Außerdem kann sich der Freundeskreis Asyl aus Rheinfelden über 1000 Euro, sowie die Organisation „Schopfheim hilft“ über 550 Euro an Spendengeldern freuen.

Beide Vereine unterstützen Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Deutschland, indem sie für Unterbringung, Deutschunterricht und vieles mehr sorgen. Ganz klar, dass bei der aktuellen Situation jeder Euro eine große Stütze ist. „Wir benötigen jede Hilfe, die wir kriegen können, um die Flüchtlingswelle gemeinsam zu bewältigen“, erzählt Christina Wallaschek, Hauptkoordinatorin des Freundeskreises Asyl und selbst ehemalige Lehrerin. Sie hat auch Positives zu berichten: „Die Spendenbereitschaft bei den Bürgern ist zurzeit wirklich hoch und wir erfahren viel ehrenamtliche Unterstützung“, sagt sie.

Auch Sabine Schmelzer, ehemalige erste Vorsitzende der Elternvertretung und jetzt aktives Mitglied für die Flüchtlingshilfe bei „Schopfheim hilft“, freut sich sich über die Unterstützung durch das Theodor-Heuss-Gymnasium: „Als die Spenden gesammelt wurden, gab es Schopfheim hilft noch gar nicht. Es ist wirklich toll, dass wir trotzdem bedacht werden“. Die vorbildliche Einrichtung packt mit über 200 ehrenamtlichen Helfern in der Flüchtlingskrise mit an: Sie sorgt für Deutschunterricht und Freizeitaktivitäten und bietet sogar einen Gesundheitscontainer. Dort können sich die Flüchtlinge durchchecken lassen, um zu sehen, ob ein Arztbesuch notwendig ist. Kleinere Behandlungen können direkt vorgenommen werden und ersparen den Neuankömmlingen auf diese Weise viel Papierarbeit.

Alle drei Organisationen zeigen, was man erreichen kann, wenn man bereit ist, sich zu engagieren. Nicht nur in der Weihnachtszeit geht es schließlich vor allem darum, füreinander da zu sein und sich gegenseitig zu helfen. Die verfrühte Bescherung in Form des Spendenschecks kommt da gerade recht.

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