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Schopfheim Vögel fliegen auf die Voliere

21.08.2012
Schopfheim -  50 gefiederte Freunde tummeln sich derzeit im Freiflugkäfig im Stadtpark. Er wurde vor genau50 Jahren errichtet

Kurt Häuptli ist seit mehr als 40 Jahren Volierenbeauftragter.  Bild: abe

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Für die meisten Schopfheimer gehört sie zum Inventar des Stadtparks, als hätte es an dieser Stelle nie etwas anderes gegeben. Vor genau 50 Jahren wurde die Vogelvoliere im nördlichen Teil des Stadtparkes errichtet: „Im Beisein einiger Stadträte und Schopfheimer Einwohner“, so heißt es in einem Presseartikel von 1962, wurde damals das „Glanzstück im Stadtpark seiner Bestimmung übergeben“.

Dank und Gratulationen gingen angesichts des „herrlichen Werkes“ vor allem an den Schopfheimer Vogelzucht- und Schutzverein, der „das Vogelhaus in freiwilliger Arbeit erstellt“ hatte. Seither nun steht die Voliere dort, bis auf einige Ausbesserungsarbeiten unverändert, und beherbergt Dutzende von Vögeln.

Wellensittiche und Zebrafinken flattern von Ast zu Ast, auf dem Boden hüpfen Zwergwachteln herum und picken nach den gerade frisch ausgestreuten Körnern, ein Schwarm gelber Kanarienvögel sitzt eng an eng auf einem dünnen Zweig, und ein Nymphensittich mit kecker Haartolle durchquert sein kleines Reich im Tiefflug. Etwa 50 Vögel und genau acht unterschiedliche Vogelarten wohnen hier in zwei voneinander getrennten Gehegen. Einige der Piepmatze sind gerade frisch geschlüpft, so die Information aus berufenem Munde: Wie die Voliere zum Park, so gehört Kurt Häuptli zur Voliere. Im Sommer 1969 wurde er von der Ornithologischen Gemeinschaft für Vogelschutz und Pflege, wie der Verein hinter dem Vogelgehege sich heute nennt, zum Volierenwart bestellt. Seither kümmert er sich jeden einzelnen Tag um die Vögel: Hält die Gehege sauber und den Bau in Schuss, hegt die Pflanzen und nährt und tränkt vor allem die Vögel.

Vier Zentner Körnerfutter verspeisen diese im Jahr, obendrauf noch einige Schnitz frisches Obst, wie heute zum Beispiel die Äpfel, die Kurt Häutpli gerade auf die Zweige steckt.

Und Kurt Häuptli ist noch immer voller Begeisterung für seine Schützlinge: Hier ein „schöner Kerl“, dort „wunderbare Farben – grad, wenn die Sonne drauf scheint“. Häuptlis Augen schweifen hin und her, und entdecken ständig einen neuen Blickfang, den es für eine Weile näher zu beobachten lohnt. Und so geht es offenbar nicht nur dem Volierenbeauftragten: Auch nach all der Zeit lockt das Vogelgehege immer noch und immer wieder die Menschen an, die hier verweilen und die Vögel beobachten: „Die Leute kommen und haben eine Freude an den Vögeln – und ich hab dann die Freude an den Leuten“, erklärt Kurt Häutpli, wie das seit Jahrzehnten funktioniert hier.

Besonders Kinder lassen sich von dem flinken Treiben in der Voliere in den Bann ziehen. Ob einzelne Erwachsene oder eine ganze Schar Kindergartengänger – „jeden Tag stehen Leute hier, für einige Minuten oder für eine halbe Stunde, und schauen was los ist.“

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