Schopfheim Birdy zwitschert ihre Songs beim Sommersound in Schopfheim

Die englische Sängerin Birdy begeistert ihr Publikum beim Sommersound in Schopfheim. Die Wehrer Band Sameday Records stimmt auf den Konzertabend ein.

Mit 15 Jahren die erste CD, mit 17 die zweite und nun mit der dritten 21-jährig auf Tour und mit Station beim Sommersound in Schopfheim: Die englische Singer-Songwriterin Birdy brillierte am Sonntagabend zum Abschluss des diesjährigen Sommersound-Reigens vor 1500 begeisterten, überwiegend jungen Fans auf dem Schopfheimer Marktplatz mit einer überzeugenden stimmlichen Präsenz, fast ausschließlich eigenen Songs und einer gut aufgelegten Band.

Das Wunderkind der britischen Singer/Songwriter-Szene, Birdy – genannt nach ihrem Spitznamen, angelehnt an die Tatsache, dass sie als Baby den Mund stets weit aufsperrte –, schreibt fast alle ihre Songs selbst, dann aber unter ihrem für eine Künstlerin etwas sperrigen Namen Jasmine van den Bogaerde. So war auch in Schopfheim der Hit "Skinny Love", der der damals 15-Jährigen auf ihrem Debut-Album aus dem Jahr 2011 den Durchbruch brachte, einzige Cover-Version auf dem Schopfheimer Marktplatz.

Mit ihrer fünfköpfigen Rockband stimmte sie zuerst einige Songs aus dem aktuellen, dritten Album "Beautiful Lies" aus dem Vorjahr an. Einge rockige Nummern waren darunter, bei denen Birdy stets am Klavier ihre erstaunlich breite Stimme begleitet. Von ganz hoch bis ziemlich tief ihr Repertoire – und das nicht nur stimmlich, sondern auch inhaltlich. Mehrheitlich geht es in ihren Songs um verpasste Chancen in Liebesbeziehungen und anderen Lebenslagen, nur selten um die Hochgefühle erfüllter Liebe, Hoffnung oder Erwartung.

<strong>Das Publikum:</strong> Vorwiegend junge und weibliche Fans kamen zum Birdy-Konzert auf den Marktplatz.
Das Publikum: Vorwiegend junge und weibliche Fans kamen zum Birdy-Konzert auf den Marktplatz. | Bild: Ralph Lacher

Beispiele waren in Schopfheim der Titelsong "Beautiful Lies", aber auch "Keeping your head up" und "Growing Pain" aus dieser CD sowie "All you never say", "No Angel", "Wings" oder "Light me up" vom Album "Fire within". Natürlich fehlte "Skinny Love" vom Debut-Album nicht, ebenso wie "People help the People", "I'll never forget you" oder "Shleter" vom 2011-er Debut. Immer dann war die Präsenz Birdys und ihrer Songs am stärksten, wenn sie alleine, nur am – mit Elfen-Ornamenten passend verzierten – Klavier ihre klare, tolle Stimme über den Marktplatz erklingen ließ. Am Klavier saß sie fast die gesamten eineinhalb Stunden ihres Schopfheimer Auftritts, nur wenige Songs stand sie singend oder mit der Akkustik-Gitarre auf der Bühne. Und vor einem vergleichsweise jungen, überwiegend weiblichen Publikum, das die 21-jährige Engländerin von Anfang ihrer Karriere an erreicht hat mit ihren Songs.

<strong>Die Vorgruppe:</strong> Die Jungs von Sameday Records kommen aus Wehr und hatten fast ein Heimspiel in Schopfheim.
Die Vorgruppe: Die Jungs von Sameday Records kommen aus Wehr und hatten fast ein Heimspiel in Schopfheim. | Bild: Ralph Lacher

Rund 1500 Birdy-Fans waren am Sonntagabend gekommen. Den Part der Vorgruppe hatte die Wehrer Rockband "Sameday Records" übernommen. Sie traf mit ihrem ähnlich dem des anschließenden Top-Acts und dessen Band ausgerichteten Stil den Geschmack des Publikums und trug das ihrige zu einem kurzweiligen Singer-Songwriter-Abend mit handgemachter, rockig-poppiger, häufig ruhig-balladesker Musik bei.

Vor Birdy hatte der deutsche Hitparadenstürmer Max Giesinger vor mit 3000 Fans vollem Marktplatz und die Alt-Rocker von Status Quo auf Abschiedstournee vor 1700 Zuhörern die weiteren Konzerte des siebten Sommersound in Schopfheim bestritten.

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