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Schopfheim Arbeiten mit altem Gerät und viel Körperkraft

16.09.2010


Das Dorf Raich im Kleinen Wiesental lädt am Sonntag zum Brauchtumsfest ein

Kleines Wiesental/Raich (rl) Am Sonntag, 19. September ist es wieder soweit: Das Dorf Raich, Teilort der Einheitsgemeinde Kleines Wiesental veranstaltet das traditionelle Brauchtumsfest bei der Lindenhalle.

Als eines der größten Brauchtumsfeste im Südschwarzwald zieht die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung immer zahlreiche Besucher an – und auf entsprechend großen Besucherzuspruch hoffen dann die Raicher Ortsverwaltung, die Vereine Gesangverein, Freiwillige Feuerwehr und der Weideverband. Diese organisieren auch in diesem Jahr gemeinsam die Veranstaltung, wobei beinahe das ganze Dorf auf den Beinen ist, denn der Brauchtumsfest-Arbeitsplan umfasst immerhin 170 Menschen.

Das Brauchtumsfest, das nun schon zum 14. Mal stattfindet, wurde im Jahr 1976 von Raichs Altbürgermeister und Ehrenbürger Ernst Senn ins Leben gerufen und ist heute eines der größten seiner Art in Südbaden. Schon damals wurde das Fest ausschließlich in Eigenleistung organisiert und von Anbeginn an war die Veranstaltung ein absoluter Besuchermagnet. Zwischen 2500 und 3000 Menschen kommen durchschnittlich ins „Golddorf“ im Kleinen Wiesental, um das Brauchtumsfest mitzuerleben. Der Festbetrieb beginnt um 11 Uhr, ab 14 Uhr stehen die interessanten Vorführungen an insgesamt 29 Stationen auf dem Programm. Schwerpunktthema ist heuer die Waldarbeit vor 100 Jahren, vor 50 Jahren und heute. Das ist am Waldrand oberhalb des Festgeländes zu sehen.

Gezeigt wird beim Fest, wie früher in der Landwirtschaft und im Handwerk gearbeitet wurde – mit alten Gerätschaften und viel Körperkraft. Erinnert wird an die entbehrungsreiche, oft verklärte Zeit der Vorväter, an harte Arbeit. Aber auch an Zusammenhalt im Dorf, an das Miteinander beim Mähen oder Dreschen, das Voraussetzung war für eine funktionierende Landwirtschaft. Auch eine Schmiede wurde gebaut, in der die traditionelle Handwerkskunst vorgeführt wird. „Z'Acker fahre“, „Maije vo Hand“, „Düchel bohre“, „Griä chlopfe“, „Schpinne“ und „Lichtspö mache“ sind nur einige der Techniken, die die Zuschauer alle zwei Jahre faszinieren.

Neu ist eine Broschüre, in der die Darbietungen in einem Übersichtsplan und Fotos dargestellt und erklärt sind – auch in Hochdeutsch. Übrigens findet das Brauchtumsfest in Raich uneingeschränkt bei jedem Wetter statt, lässt das Organisationsteam verlauten. Und natürlich wird großzügig bewirtet mit regionalen und saisonalen Spezialitäten.

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