"Bewährungsstrafe für Rathaus-Anschlag gefordert" - so titelt der SWR heute auf seiner Internetseite. Die Vorfälle in der "Schwarzwald-Gemeinde Rickenbach" werden vom SWR seit längerem verfolgt - etwa berichtete die Landesschau vom Prozess-Auftakt. Auch heute war ein Kamera-Team (wie auch das ZDF) in Waldshut vor Ort.
"Brandanschlag nur inszeniert?" - diese Frage stellte n-tv zum Prozessauftakt auf seiner Homepage. Durch die Berichterstattung durch die Nachrichtenagentur dpa wurden auch Deutschlandweite Portale mit Texten von vor Ort versorgt. Polemisch berichtete etwa die Boulevard-Zeitung "Bild": "Täuschte Bürgermeister Terror-Anschlag vor?", fragte sie ihre Leser.
Zum Prozessauftakt verkündete die "Welt", dass sich die Staatsanwaltschaft "einen Provinz-Bürgermeister vorknöpft". Ausführlich wird "der große Bürgermeister-Irrtum vom Hotzenwald" beschrieben. Rickenbach werde den Bürgermeister nicht los, der eigentlich gar nicht oft in der Gemeinde sei.
Mit Hannelore Crolly schickte die Welt eine eigene Redakteurin an den Hochrhein. Sie beginnt ihren Text mit dem alten Brauchtum eines Narrenbaumes in der alemannischen Fasnacht, der früher dazu gedacht gewesen sei, dass sich Single-Frauen einen Mann schnitzen könnten. Jetzt würde sich die Gemeinde am liebsten ein "zuverlässiges Mannsbild" als Bürgermeister schnitzen.
Bis hin zum Räuber Hotzenplotz
Das Nachrichtenportal "morgenweb" aus dem Rhein-Neckar-Gebiet sprach in einem großen Text von "Intrigen im Schwarzwald-Dorf". Zudem wird der Hotzenwald dort als Gebiet im Schwarzwald vorgestellt, dass viele Touristen anlockt - jedoch nichts mit der Figur Räuber Hotzenplotz zu tun habe.
Ab 18 Uhr wird TV Südbaden in "Südbaden aktuell" heute stündlich über den aktuellen Prozess-Tag berichten. SÜDKURIER Online berichtete mit einem
Live-Ticker vom 4. Prozess-Tag.