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Rickenbach Kernorte sollen wachsen

09.02.2012


Mit Spannung hatten die Bürger der Hotzenwald-Gemeinden den aktualisierten Flächennutzungsplan für ihre Region erwartet – am Dienstag wurde er in Rickenbach vorgestellt. Vor allem in den Kernorten gibt es einige Veränderungen.

In Herrischried ist das Wohngebiet Ackern V geplant. Die 2,3 Hektar große Erweiterung des Gewerbegebietes Schaffeld steht in Rickenbach an.

„Was wir im neuen Flächennutzungsplan zeigen, sind Vorschläge und Alternativen“, erklärte Stadtplaner Peter Egi zu Beginn des Info-Abends im Feuerwehrgerätehaus. Die Bürger, sagte Egi, könnten jederzeit noch Änderungswünsche geltend machen. Vorläufig habe man sich aber Mühe gegeben, Abrundungen zu schaffen und neue Möglichkeiten für die Entwicklung zu gestalten. Zum Beispiel in Herrischried: „Eigentlich gibt es hier nur noch sehr wenig Raum für Neubauten“, erläuterte der Stadtplaner. Eine große Ausnahme bilde Ackern V, ein 3,6 Hektar großes und noch zu erschließendes Wohngebiet im Westen der Gemeinde. Das soll in Zukunft jungen Familien einen Anreiz bieten, sich auf dem Hotzenwald niederzulassen. „Wir brauchen das nicht heute und nicht morgen, aber wir brauchen es dennoch dringend“, gab sich auch Herrischrieds Bürgermeister Christof Berger überzeugt.

In seiner Ortschaft gibt es ansonsten kaum wirklich gravierende Umwälzungen – insgesamt beträgt die neu auszuweisende Wohnfläche in Kernort und allen Ortsteilen zusammen 5,85 Hektar, die neue Gewerbefläche 1,6 Hektar.

Letzteres ist auch der deutlichste Unterschied zum benachbarten Rickenbach: Denn geht es nach dem aktuellen Flächennutzungsplan, soll hier das Gewerbegebiet Schaffeld um 2,3 Hektar Land erweitert werden. Auch die Gebiete Bruckmatt in Hottingen und Hüttener Bühl in Hütten sollen dem Gewerbe mehr Platz bieten – insgesamt 3,6 Hektar an neuen Gewerbeflächen und damit rund zwei Hektar mehr als in Herrischried. Was die Wohngebiete angeht, sind die Werte ähnlich: Vor allem 2,2 Hektar Wohnfläche im Gebiet Löffelgasse im Kernort und nochmals 1,9 Hektar beim Oberen Bühl in Rüttehof fallen ins Auge. Zusammengenommen werden sich Bauwillige auf 7,45 Hektar Fläche „ausbreiten“ können.

Die anwesenden Bürger zeigten sich bei dem Info-Abend zufrieden mit dem Nutzungsplan. Nur eine scheinbare Kleinigkeit in Hütten erregte die Gemüter: Anwohner aus der Römerstraße baten darum, ihre Häuser mit in den Innenbereich des Flächennutzungsplanes aufzunehmen. Die Planer äußerten Bedenken, boten aber Gespräche an.

Flächennutzungsplan im Südkurier veröffentlichen
Für Bewohner, die nicht bei der Vorstellung des Flächennutzungsplans dabei sein konnten, wär es ...
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