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Rickenbach Jahrzehnte im Dienste der Burg

Förderkreis zur Rettung der Burgruine Wieladingen bestätigt Vorstand und verleiht Rudolf Bäumle die Verdienstmedaille

Seit 30 Jahren kümmert sich der Förderkreis zur Rettung der Burgruine Wieladingen um den Erhalt der historischen Festung. In der Jubiläumshauptversammlung am Freitagabend wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Zwei verdiente Mitglieder wurden mit der Verdienstmedaille des Förderkreises und einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Ein Geburtstagsständchen der besonderen Art gaben die Spielleute Skadefryd des Mittelalterstammtisches Hochrhein. Mit ihren Gewandungen und dem Gesang in verschiedenen alten Sprachen entführten sie die Burgfreunde in die Hochzeit der Burg Wieladingen. Dass die Reste der Anlage bis heute erhalten werden konnten, ist der Verdienst der Förderkreis Mitglieder. Gottfried Nauwerck, Vorsitzender des Förderkreises zur Rettung der Burgruine Wieladingen, blickte mit Stolz auf das Erreichte zurück. „Vor 30 Jahren standen wir vor einem Trümmerhaufen, der aus Sicherheitsgründen gesperrt war“, erinnerte er sich. Den scheinbar aussichtslosen Kampf machte der damalige Vereinsvorsitzende und Bürgermeister Georg Keller zur Chefsache. Er stellte die notwendigen Anträge bei den Behörden und brachte so den Stein buchstäblich ins Rollen. Die Hauptlast lag auf den Schultern von einer Handvoll Aktiver. Gute zehn Jahre dauerten die Restaurationsarbeiten. Seither gilt es den Zustand der Burg so zu erhalten. Hierzu waren auch umfangreiche Befestigungsarbeiten an der Außenanlage erforderlich. Neuestes Projekt war das Wiedereinsetzen eines Steines am Torbogen und der Bau einer Schutzhütte für Brennholz durch Johann Lauber. Außerdem wurde das örtliche Spendenkässle mit seinen minimalen Eurobeträgen immer wieder Ziel von Zerstörungswut und von Kurt Bächle unermüdlich repariert. „Ich wäre gerne dabei gewesen“, gab Bürgermeister Dietmar Zäpernick in seinem Grußwort an die Burgfreunde zu. Alfons Döbele, Bürgermeisterstellvertreter aus Bad Säckingen, Altgemeinderat Heinz-Jörg Küspert für Bürgermeister Adrian Schmidle aus Murg, Uwe Gimpel vom Röttelnbund, Michael Swientek (Amt für Kultur, Archivwesen und Öffentlichkeitsarbeit im Landratsamt Waldshut)und Freiherr von Schönau als Schirmherr des Förderkreises überbrachten Grußworte und erinnerten sich an Anekdoten. „Das ist das älteste und einzige Kulturdenkmal in Rickenbach“, gab Georg Keller zu bedenken. Er erinnerte an Meilensteine wie den gefährlichen Hubschraubereinsatz zum Materialtransport, einen von Rudolf Bäumle selbst konstruierte Materialseilbahn und die große Unterstützung durch die Behörden. In der Hauptversammlung des Förderkreises zur Rettung der Burgruine Wieladingen wurde Rudolf Bäumle vom Vorsitzenden Gottfried Nauwerck für besondere Verdienste um die Burg mit der Verdienstmedaille des Vereins und einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Vor allem den logistischen Einsatz bei den Bauarbeiten, die Konstruktion einer Materialseilbahn und seine lange Tätigkeit als Schriftführer hob Nauwerck hervor. Werner Schneider wurde in Abwesenheit für seine Verdienste bei der Gestaltung der Schlossmatte, der Befestigung des Lehmbachufers und für seine Transportdienste anlässlich des jährlichen Mai-Grillfestes ebenso geehrt.


Der Vorstand

Der Vorstand des Förderkreises zur Rettung der Burgruine Wieladingen besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Wahlen wurde Heinz-Jörg Küspert als Beisitzer im Amt bestätigt, Kassierer bleibt Gottlieb Burkart. Gottfried Nauwerck wurde als Vorsitzender wiedergewählt, will aber nur noch eine Periode (drei Jahre) den Vorsitz übernehmen. Die Beisitzer Ingrid Bär und Kurt Bächle, Schriftführerin Susanne Butz und der stellvertretende Vorsitzende Johann Lauber erhielten ebenfalls alle Stimmen der anwesenden Mitglieder.

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