Rickenbach Guggemusiken heizen ein
Schon vor ihrem Auftritt waren die Hotzenguggi aus Herrischried richtig gut drauf. Bild: Lux
Eine Oscar-reife Vorstellung war das „3. Ställfäscht-Oben- Er“ am Samstag in Rickenbach. Hunderte von Narren folgten dem Ruf der „Hotze-Hüüler“, die gemeinsam mit der Feuerwehr Rickenbach-Altenschwand den gelungenen Fasnachtsauftakt auf die Beine gestellt hatten.
Viel Beifall gab es auch in diesem Jahr für das originelle Schild am Narrenbaum: „Oscar 2012: Bester Schauspieler: N. Moosi. Beste Kamera: R. Rieger“ steht in großen Lettern auf der Tafel am Baum. Als der bunte Umzug auf dem Festgelände um die Ecke angekommen war, drängten sich die kleinen und großen Narren zum Aufwärmen um die großen Hüüler-Feuertonnen vor der Bühne. Bei strahlendem Sonnenschein und frostigen Elf Grad Minus füllte sich das große Festzelt, in dem Wärmepilze für Wohlfühlgrade sorgten und die schummrige, beheizte Bar schnell mit Fasnachtsfans.
Derweil ging's auf der großen Bühne mit 13 Guggenmusiken wieder fetzig zur Sache. Perfekt gestylt, mit kunstvoll „geairbrushten“ Gesichtern waren die Guggen rein optisch schon eine Augenweide. Die rhythmischen Guggensounds ließen die Zuschauer nicht lange kalt und brachten wärmende Bewegung in die Menge. Zum Auftakt zeigten die superbunten „Rhy Gugger“ aus Bad Säckingen, was sie drauf hatten. Die Säckinger „Holzspule Waggis“ folgten und wurden vom optischen Leckerbissen des „Gugge-Ensemble“ Todtmoos abgelöst. Die hübschen „Hotzenguggis“ aus Herrischried feierten vor und nach ihrem Auftritt kräftig und die Guggen der Narrenzunft Dachsberg, die „Node Nueli“, marschierten schneidig auf die Bühne.
Die blau-weißen „Schinze Guggis“ aus Bergalingen und die spacigen „Gupfe-Fläxer“ aus Bannholz gaben sich ebenfalls die Ehre. Die „Ohräquäler“ aus Rheinfelden waren auch nicht von dieser Welt und die „Tschäddärä“ aus Lörrach beeindruckten mit den „quersten“ Gesichter. Die gelb-grünen Rüßwihler „Chrutschlämpe“ und die schaurig schönen „Höllbachgeister“ aus Rotzingen waren ebenfalls dem Ruf der „Hotze-Hüüler“ nach Rickenbach gefolgt. Den Guggenmusik-Marathon beendeten gegen 23.30 Uhr dann die fürchterlich wilden Dossenbacher „Waieblätzer“ und die „Polizisten“ der „Storchestäghüüler“ aus Wehr. Derweil wuselten die Gastgeber geschäftig durch die Menge und sorgten perfekt organisiert dafür, dass die Feuer mächtig brannten, das Leergut entsorgt wurde und alles reibungslos ablief.
