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Rickenbach Flugwetter ideal in Frankreich und Spanien

Im Juli kaum Streckenflüge im Fluggebiet der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald möglich. Manuel Matt erfolgreich in Spanien

Während die Monate Mai und Juni für die Segelflieger auf dem Hotzenwald mit starker Thermik und großen Strecken begannen, waren im Juli kaum Streckensegelflüge im Fluggebiet der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald (Schwarzwald, Schwäbische Alb, Schweizer Jura) möglich. Nur an zwei Tagen konnten im vergangenen Monat größere Segellflüge vom Segelfluggelände in Hütten unternommen werden. Der punkthöchste Flug gelang Frieder Göltenbott (Segelfluggruppe Dreiländereck) auf einen Cirrus WL mit 673.81 DMSt Punkten. Er flog eine zuvor deklarierte Strecke über 518 Kilometer nach Eichstätt und zurück. Die weiteste Strecke legte Johannes Kammerer (Segelfluggruppe Wehr) mit 647 Kilometer auf einem Ventus 2cxt zurück. Der schnellste Schnitt gelang Steffen Weniger mit 95,7 Stundenkilometer über eine Strecke von 568 Kilometer.

Besonders glücklich schätzten sich die Piloten, die ihren Fliegerurlaub auf den Juli gelegt hatten. So reiste eine Gruppe mit vier Hotzenwälder Flugzeugen nach Puimoisson in Südfrankreich und Manuel Matt (Segelfluggruppe Wehr) reiste nach Fuentemilanos in Spanien. In Südfrankreich und Spanien sind zu dieser Jahreszeit ideale Streckenflugbedingungen gegeben und so konnten sehr große Flüge unternommen werden. Alexander Wiestler (Segelfluggruppe Wehr) gelang in knapp acht Stunden ein Flug von Südfrankreich bis ins Wallis bis hinter das Matterhorn und zurück nach Südfrankreich (709 Kilometer).

Andris und Gabi Kade (Segelfluggruppe Maulburg) machten von Puimoisson aus einen viertägigen Wandersegelflug in die Pyrenäen und kombinierten die spanischen und französischen Fluggebiete.

Die größten Strecken legte Manuel Matt in Spanien zurück. Von dem Flugplatz in Fuentemilanos flog er in sechs Tagen rund 45 Stunden im Segelflug. Die weiteste Strecke belief sich auf 931 Kilometer entlang der Sierra Guadarrama – nur knapp entfernt von der magischen Grenze von 1000 Kilometer, die bisher in Europa nur von zwei Piloten der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald geknackt wurde (1986 von Peter Simon in Campolara, Spanien und 1987 von Werner Wassmer ebenfalls in Campolara, Spanien).Während im Schwarzwald die Wolkenuntergrenze meistens zwischen 2000 und 3000 Metern liegt, konnte Manuel Matt in Spanien mit Wolkenuntergrenzen um 4000 Metern mit deutlich größerer Arbeitshöhe fliegen. Auch die Steigwerte waren fast doppelt so hoch wie zu Hause.

Manuel Matt resümiert seine großartigen Flüge wie folgt: „Ich freue mich sehr über meine tollen Flüge und so bleibt der 1000-Kilometer-Flug ein Ziel für das nächste Jahr. Ich bin sehr glücklich darüber, in Spanien meinen ersten 700er (zwei Mal), 800er (zwei Mal) und 900er geflogen zu sein. Wenn ich das nächste Mal dort bin, habe ich schon gute Ortskenntnisse und es stehen alle Wege offen.“ Die Segelflugsaison für die Luftsportgemeinschaft Hotzenwald neigt sich dem Ende zu. Bis Ende August hoffen die Piloten nochmals auf gutes Flugwetter. Im September steht dann mit dem Familien-Drachenfest ein toller Saisonabschluss auf dem Programm.

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