Rickenbach Burgruine mit Atmosphäre

Förderkreis setzt auf 1. Mai-Veranstaltung.

Zur Hauptversammlung des Förderkreises Burgruine Wieladingen konnte der Vorsitzende Gottfried Nauwerck auch Rickenbachs neu gewählten Bürgermeister begrüßen, der zwar nach einer Woche Amtszeit die Ruine noch nicht besichtigt hat, dafür aber versprach, beim traditionellen Grillhock am 1. Mai anwesend zu sein, und auch das ausgefüllte Mitgliedsformular bereits griffbereit hatte.

In seinem Jahresrückblick sprach Nauwerck vom Wetterglück des Vereins am 1. Mai vergangenen Jahres und dankte den beiden Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins Rickenbach und Bad Säckingen für ihre Hilfe sowie der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald für den bewährten Auf- und Abbau der großen Grillvorrichtung. Die Besucher, so Nauwerck, seien immer wieder überrascht über den einmaligen Reiz der romantischen Atmosphäre an diesem Grillplatz. Auch beim gemeinsamen Kinderferienprogramm der drei Hotzenwaldgemeinden hatte sich der Verein eingebracht. An drei gut besuchten Terminen waren je 20 Kinder und zehn Erwachsene vor Ort gewesen. Im September hat der Vorsitzende selbst eine Abteilung der Firma Sedus mit 60 bis 70 Personen durch die Anlage geführt. Nauwercks Dank galt auch der Gemeinde für die Ausbringung von Kies auf dem Grillplatz, auf dem so ein witterungsgeschütztes Holzlager eingerichtet werden konnte. Jetzt kann der Platz ohne Vorarbeit während der ganzen Wandersaison zum Grillen genutzt werden.

Nauwerck berichtete weiter, der Verein sei in der Schweizer Burgenzeitschrift gewürdigt worden und zudem habe er in der Burgenstube Basel einen Vortrag gehalten. Er informierte darüber, dass das 500 Seiten starke, von Fachleuten hoch gelobte Buch von Andre Gutmann über die Herren von Wieladingen restlos ausverkauft sei und nun anstelle einer Neuauflage als Ganzes ins Internet gestellt werden soll. Nauwerck lobte außerdem die Beständigkeit der Infotafeln auf der Oberburg, die noch vollkommen intakt und zudem farbecht seien. Das Fragment eines Torbogens hingegen habe im letzten Sommer Schaden erlitten und müsse repariert werden.

Etwa die Hälfte seiner Einnahmen erzielt der Verein durch Mitgliedsbeiträge, die andere Hälfte durch Veranstaltungen und Spenden. Nauwerck betonte nochmals ausdrücklich die Wichtigkeit der 1. Mai-Veranstaltung, deren Erlös in voller Höhe für den Erhalt der Anlage verwendet wird. Daher ehrte der Verein drei besonders engagierte Personen mit der Ehrenmedaille der Burgruine Wieladingen, und zwar Leo Weiß, Gerhard Neugebauer und Helmut Arzner. Leo Weiß hat 15 Jahre lang im Vorstand mitgearbeitet und das Grillfest wesentlich organisiert, Gerhard Neugebauer hat, obwohl selbst kein Vereinsmitglied, als Vorsitzender der Trachtenvereinigung für den Grillstand gesorgt und Helmut Arzner, der sich leider entschuldigen musste, kümmert sich als Koch immer um das leibliche Wohl der Anwesenden. Als Traumziel für das 30-jährige Bestehen im kommenden Jahr, benannte Nauwerck die Möglichkeit zur Organisation eines Helferpools, der eine Rotation der Helfer im Dreijahresrhythmus ermöglichen würde.

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