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Rheinfelden „Wir haben ein behutsames Wachstum“

18.08.2012
Rheinfelden -  Die Adelhauser Ortsvorsteherin Silvia Rütschle spricht über den 730 Einwohner zählenden, höchstgelegenen Ortsteil Rheinfeldens, mögliche Neubürger und Wünsche für die Zukunft sowie die Beziehung zu Rheinfelden.

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Die Adelhauser Ortsvorsteherin Silvia Rütschle spricht über mögliche Neubürger und Wünsche für die Zukunft sowie die Beziehung zu Rheinfelden.

Frau Rütschle, vom Rathaus Rheinfelden bis zum Rathaus in Adelhausen sind es ziemlich genau neun Kilometer. Ist diese Entfernung ein Fluch oder ein Segen für Adelhausen?

Es ist einfach so, dass es neun Kilometer sind. In Zeiten von Internet spielt die Entfernung zwischen den Rathäusern ja keine so große Rolle mehr. Der Draht ist gut. Als Herr Oberbürgermeister Eberhard sich in Adelhausen vorgestellt hat, habe ich ihm gesagt, dass er sich jetzt am zentralen Punkt des Dinkelbergs befindet.

Nach Lörrach sind es auch nur etwas mehr als neun Kilometer, Schopfheim liegt ein bisschen näher. Wer sich Adelhausen als Wohnort aussucht, ist sich darüber bewusst und sucht auch die ländliche Lage.

Und wer von hier kommt, der ist die Strecken gewohnt, sei es zum Kindergarten, zur Schule oder zum Einkaufen.

Ziehen denn viele Neubürger nach Adelhausen?

Wenn Wohnungen frei werden. Viel Fläche für Neubauten ist ja nicht da. Es werden zwar immer mal wieder Baulücken geschlossen, oft von Kindern von Einheimischen, aber ein richtiges Baugebiet haben wir ja nicht mehr oder noch nicht wieder. Auch viele ehemalige landwirtschaftliche Gebäude sind umgebaut worden. In dem Bereich gibt es auch noch Möglichkeiten in Adelhausen. Wir haben ein behutsames Wachstum, sage ich immer.

Gibt es Interessenten von außerhalb für Bauplätze in Adelhausen?

Vor 20 Jahren hatten wir rund 500 Einwohner, jetzt 730. Die Zuwächse kamen durch die Baugebiete in der Ottwanger Straße, dem unteren Teil des Bauert, den Adlergarten und Lückenschließungen.

Ja, es sind trotzdem immer wieder Interessenten da, die gerne in Adelhausen bauen möchten. Zum Teil auch, weil sie in der Zeitung gelesen haben, dass der Bauert im Flächennutzungsplan als Bauland ausgewiesen werden soll.

Aber erst muss einmal der Flächennutzungsplan durchgehen, dann ein Bebauungsplan erstellt werden, den die Stadt zu zahlen hat. Mit zwei oder drei Jahren ist es da nicht getan.

Hat Adelhausen ein demographisches Problem?

Nein. Wir haben viele Kinder, ein gesundes Wachstum, überaltert ist unser Dorf nicht, obwohl die meisten, die in Adelhausen wohnen und ins Rentenalter kommen, hier bleiben.

Und wenn bei Seniorinnen und Senioren eine Betreuung oder Pflege nötig wird, wird das oft im Familienverbund oder durch Hilfe von mobilen Pflegediensten erledigt.

Was wünschen Sie sich für Adelhausens Zukunft?

Zunächst einmal einen schnellen Bebauungsplan Bauert, außerdem eine Lösung für die leerstehende Schule. Es gibt auch andere Themen, die dem Ortschaftsrat auf den Nägeln brennen, zum Beispiel der Fahrradweg nach Maulburg. Und auch die Verkehrsproblematik in der Rheintalstraße würde ich gerne einmal gelöst sehen.

Ansonsten wünsche ich mir weiterhin ein friedvolles Zusammenleben in Adelhausen und dass man für Probleme gute Lösungen findet. Das geht nur, wenn man miteinander redet. Das hat früher geklappt und wird auch in Zukunft klappen. (dor)

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