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Rheinfelden Schüler des Technischen Gymnasiums spenden Wörterbücher an Flüchtlinge

Schüler des Technischen Gymnasiums an der Gewerbeschule spenden Erlös ihrer Schulfete an Flüchtlinge in Rheinfelden.

Mitte Juni veranstalteten die Zwölftklässer des Technischen Gymnasiums für Umwelttechnik, das an der Gewerbeschule angesiedelt ist, eine öffentliche Party in der Turnhalle der Schule. Mehr als 500 Jugendliche, darunter viele aus anderen Schulen und den umliegenden Gemeinden, kamen und feierten ausgelassen, aber friedlich. „Wir waren überrascht, wie viel Gewinn übrig geblieben ist“, erzählt Marius Maulbetsch, einer der Zwölftklässler.

Spontan war die Idee geboren, das Geld für einen guten Zweck zu spenden, doch für welchen? Die Schüler mussten nicht lange überlegen und beschlossen, das Geld den Flüchtlingen, die ihre Schule besuchen, zur Verfügung zu stellen. „Da wir die Leute vor der Tür haben und gesehen haben, dass sie Geld brauchen, war die Sache klar“, erklärt Marius Maulbetsch.

Seit Beginn des aktuellen Schuljahres werden an der Gewerbeschule Rheinfelden Flüchtlinge, die überwiegend in der Asylbewerberunterkunft in der Schildgasse leben, unterrichtet. Sie absolvieren ein so genanntes Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse. Mittlerweile gibt es drei Klassen. Obwohl sie in Containern auf dem Schulhof unterrichtet werden, die der Landkreis Lörrach aufgestellt hat, seien die Migranten „gut integriert“, bestätigt Schulleiter Jürgen Maulbetsch. „Das ist eine ganz familiäre Sache“, fügt er hinzu. Gute Erfahrungen mit den Flüchtlingen macht auch Inka Reichle: „Die Schüler sind unglaublich dankbar. Das macht richtig Spaß sie zu unterrichten. Zum Teil bedanken sich die Schüler nach jeder Stunde“, erzählt die junge Lehrerin.

450 Euro sind als Gewinn bei der Schulparty, zu der die Flüchtlinge freien Eintritt hatten, herausgekommen. Und weil Sprache der Schlüssel zur Integration ist, soll die Summe für einen bestimmten Zweck verwendet werden: „Das Geld ist für Wörterbücher bestimmt“, erklärt Marius Maulbetsch, bevor er Herwig Popken vom Freundeskreis Asyl den Scheck überreicht. „Gut, machen wir!“, entgegnet Popken freudig und fügt an: „Bücher sind teuer. Der Freundeskreis Asyl gibt jährlich 1500 bis 2000 Euro für Bücher aus.“ Popken findet die Spende „eine ganz tolle Sache“. „Da müssen alle mithelfen“, sagt er über die aktuelle Flüchtlingssituation.

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