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Rheinfelden Rheinsteg-Gegner kommen nach Herten

Gegner des geplanten Rheinstegs sind auf dem Wochenmarkt im größten Ortsteil unterwegs, um über ihr Anliegen zu informieren.

Ganz den erhofften Zulauf brachte der Stand auf dem Hertener Freitagsmarkt den Steg-Gegnern doch nicht. Aber Benno Mülhaupt (Herten), Jürgen Walther (Karsau) und Peter Kienzler (Kernstadt) spürten selbst, wie kalt und ungemütlich es war. Immerhin mit mehr als einem Dutzend Passanten und Marktbesuchern konnten sie sich während zweieinhalb Stunden unterhalten, Flugblätter mit den Contra-Argumenten und Buttons mit dem „Nein“-Logo verteilen.

Die Gegner des Stegs suchen in der „Peripherie“ nach Unterstützung

„Die Gespräche verliefen sehr positiv“, sagte Walther. Viele Hertener könnten dem Argument der Steg-Gegner folgen und sähen das Geld ebenfalls lieber in Straßen und Schulen investiert. Fast jeder der Gesprächspartner habe noch einen kleineren oder größeren Missstand vor der Haustür, den die Stadt mit den 850 000 Euro besser beseitigen sollte. Die drei Herren trafen auch eine bisher unbekannte Gesinnungsgenossin aus ihrer Facebook-Gruppe. Herten wurde für die letzte Aktion der Steg-Gegner vor der Abstimmung am kommenden Sonntag ausgesucht, weil es der größte Stadtteil ist. „Wir wollten nicht nur Aktionen in der Kernstadt machen“, sagt Benno Mülhaupt. Er rechnet auch damit, dass die Menschen in der „Peripherie“ – so weit weg vom geplanten Steg – „eher den Sinn des Stegs hinterfragen“.

Nicht umsonst habe er deshalb auch die Scheffelhalle als „Hintergrund“ der Aktion gewählt: Ihre Sanierung wird von den Hertenern schon lange herbeigesehnt und steht damit symbolisch für die Forderung der Gegner, das Geld anderswo zu verwenden. Die Präsenz in anderen Stadtteilen kam laut Mülhaupt aus Personalgründen nicht mehr in Frage. Jürgen Walther berichtet aber von dort von der Dankbarkeit vieler Leute: „Ein Karsauer Mädchen hat sich bei mir für unseren Einsatz bedankt, dass das Geld nicht auf die Straße geschmissen wird.“

Wie auch immer die Abstimmung am 31. Januar ausgehen wird, die drei Steg-Gegner sehen ihr Ziel, eine direktdemokratische Entscheidung herbeigeführt zu haben, schon jetzt erreicht: „Ich hoffe nun auch, dass die Bürger von Rheinfelden dieses Geschenk der demokratischen Beteiligung wahrnehmen werden“, folgert Mülhaupt. Sollte die Abstimmung für ihn verloren werden, werde er sich aber auf keinen Fall mehr in der Schweiz für ein Nein engagieren: „Ich hätte es eh sinnvoller gefunden, wenn die Abstimmungen am selben Tag stattgefunden hätten. So werden die Schweizer jetzt durch unser Ergebnis beeinflusst sein.“

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