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Rheinfelden Retter freuen sich über Kraftpaket

THW-Ortsverein Rheinfelden erhält neuen Mehrzweckwagen. Fahrzeug ersetzt den über 30 Jahre alten Vorgänger

Seit gut zwei Wochen steht beim Technischen Hilfswerk in Rheinfelden ein neues Einsatzfahrzeug. Der Mehrzweckwagen ist vielfältig nutzbar und ersetzt ein nicht mehr einsatzbereites Altfahrzeug aus dem Jahr 1983. Vor allem wegen seiner Flexibilität kann er sehr vielfältig eingesetzt werden. Zunächst ist der Lastwagen mit Geräten für Bergungen und Stromgeneratoren beladen. Künftig sollen noch Rollcontainer für weitere Geräte hinzukommen, diese können dann direkt am Einsatzort mit der Ladebordwand schnell entladen werden.

Da auf diesem Wagen Ladungen aller Art transportiert werden können, ergänzt er sehr gut den bereits vorhandenen Gerätewagen mit seiner fest installierten Ausstattung. Das geländegängige Fahrzeug verfügt über eine Motorleistung von 290 PS (213 Kilowatt) und erreicht beladen eine Gesamtmasse von 17 Tonnen. Nachdem der neue Lastwagen seit seinem Eintreffen mit der letzten Ausstattung versehen wurde und die betreuenden THW-Helfer seine Bedienung genau kennenlernten, übergab Ortsvorsitzender Matthias Hallekmap am Samstag die Fahrzeugschlüssel an Zugführer Kevin Kaiser.

Derzeit arbeiten im THW-Ortsverein Rheinfelden 40 Aktive mit. Neben den beiden Gerätewagen stehen ihnen auch ein Boot für Einsätze auf Gewässern und ein weiteres Fahrzeug zur Verfügung. Da das Technische Hilfswerk eine Organisation des Bundes ist, gelangen bei Notfällen auch die Rheinfelder THW-Mannschaften in allen Bundesländern zum Einsatz. So halfen sie unter anderem bei der Bekämpfung der Hochwasserkatastrophen an Elbe und Oder mit. Der letzte große Einsatz in der Umgebung erfolgte im vergangen Jahr beim Großbrand der Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt.

Zur Übergabe des Fahrzeugs war auch Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, Mitglied des Innenausschusses gekommen. Das THW, so sagte er, werde derzeit erheblich besser ausgestattet. Bei den Haushaltsplanungen im Bund gehöre es zu den wenigen Bereichen, für die eine stetig bessere Finanzausstattung vorgesehen ist. Dies sei die Folge von Fehlentscheidungen in den 1990er Jahren. Damals sei die Ausstattung für den Bevölkerungsschutz als ausreichend angesehen und nur noch geringfügig erweitert worden. Doch die schweren Stürme und Hochwasser der letzten 15 Jahre hätten zu einem gründlichen Umdenken geführt. Außerdem sei auch das THW immer stärker für Auslandseinsätze gefordert. Deutschland entsende nun einmal ungern Soldaten, könne aber mit ziviler Hilfe bei Katastrophen noch erheblich aktiver werden. So sei es durchaus möglich, dass auch Rheinfelder THW-Mannschaften zu Auslandseinsätzen herangezogen würden. Als einen großen Vorzug gegenüber andren Standorten bewertet Schuster die solide Unterkunft für das THW in Rheinfelden.

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