Rheinfelden/Schwörstadt Offenlage von Autobahn-Abschnitt 98.5 verzögert sich weiter: Bürgerinitiativen sind enttäuscht von Armin Schuster

Die Bürgerinitiative "Bürger in Not für die A 98" fordert den Schulterschluss von der BI Tunnel Minseln-Karsau.

Es war unter anderem ein Nebensatz des Bundestagsabgeordneten Armin Schuster (CDU), der Vertreter der Bürgerinitiative Bürger in Not für die A 98 (BI) zu einer Stellungnahme veranlasste. Beim Neujahrsempfang der Stadt erklärte Schuster, dass sich die Offenlage des Abschnittes A 98.5 in den Herbst verschieben werden. „Das ist die x-te Verzögerung und ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich für den Weiterbau ohne Verzögerung einsetzen. Herr Schuster, Sie sind unser Bundestagsabgeordneter und vertreten unsere Interessen in Berlin. Sorgen Sie dafür, dass diese Verzögerung rückgängig gemacht wird“, heißt es in dem von Klaus Renkawitz und Gertrud Storf unterzeichneten Schreiben.

Zugleich fordern Renkawitz und Storf die Vertreter der BI Tunnel Karsau zum Schulterschluss auf. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Zwei Bürgerinitiativen wollen eigentlich das gleiche, aber eben nur eigentlich. Auf der einen Seite die seit 40 Jahren agierende BI Bürger in Not für die A 98 auf der anderen Seite die BI Tunnel Karsau. Die erstgenannte BI will den Weiterbau im Abschnitt A 98.5 ohne Wenn und Aber, ohne Forderungen, und so schnell wie möglich. Die zweitgenannte BI will auch den Weiterbau dieses Abschnittes, fordert aber vehement den bis zu 1000 Meter langen Tunnel zwischen Karsau und Minseln. Als wenn diese Trasse was Neues wäre. Fakt ist: Schon seit der ersten Planung vor über 30 Jahren hat sich die Trassenführung in diesem Abschnitt nicht verändert. Und wer sich die Luftbilder in diesem Bereich anschaut und auch noch die Topografie berücksichtigt, kann zu keinem anderen Schluss kommen, dass diese Trasse eben nur da entlang kann.

Das ist nun mal so. Allen nützt nur ein schneller Weiterbau, und der kann eben nur erfolgen, wenn niemand Forderungen stellt, oder womöglich dagegen klagen will“, schreiben die BI-Vertreter.

Weiter heißt es in dem Schreiben: „Wir Bürger von Schwörstadt und Beuggen sind ja die am meisten Leidtragenden. Jeder will Auto fahren, und es ist eine Binsenweisheit, dass dies auf einer Autobahn allemal sicherer ist als auf allen anderen Straßen. Wenn das kein Argument ist, dass wir alle am selben Ende des Seiles ziehen, dann versteht keiner mehr die Welt. Also, bitte, machen wir es so! Natürlich ist die Baustelle Minseln momentan kein schöner Anblick. Das ist bei allen Bauvorhaben dieser Größenordnung auf der ganzen Welt so. Aber Tatsache ist eben auch: Eingriffe in die Landschaft werden ausgeglichen. Gesamt werden Hunderte Millionen für Ausgleichs- und Umweltschutzmaßnahmen aufgewendet, und nachher ist deswegen eben alles wieder gut oder sogar besser. Schauen wir uns doch nur mal die in unserer unmittelbaren Nähe entstandenen Autobahnabschnitte Lörrach-Rheinfelden oder Murg-Albbruck an. Sieht das noch so aus wie zur Bauzeit? Straßenbau und Umweltschutz sind eben kein Widerspruch.“

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