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Rheinfelden „Mit Vermietern über Preise reden“

27.07.2010
Rheinfelden -  Volle Kraft voraus fürs Zentrum haben sich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing zum Ziel gesetzt. Der Weg zum Erfolg aber ist nicht leicht.

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Nachdem zwei Einzelhändler ihre Geschäfte schließen, sprachen wir mit Wilhelm Stoll, Wirtschaftsförderer und Vorstandsmitglied Stadtmarketing über mögliche Lösungsansätze.

Ein Sportgeschäft und ein Blumenladen in der Fußgängerzone werfen aus wirtschaftlichen Gründen das Handtuch. Ein klassischer Fall, der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing auf den Plan ruft. Wie gehen Sie damit um?

Es ist bedauerlich wenn Einzelhandelsflächen verloren gehen, weil damit auch viel Individualität für den Verbraucher geht. In diesen Fällen hört es sich danach an, das es um strukturelle fragen geht. Auch im Sport gibt es eine Entwicklung zu Großflächen.

Beide Geschäftsleute meinen aber auch, dass es schwierig ist, höherwertige Ware unter Billiganbietern zu verkaufen.

Es ist sicher richtig, teuer tut sich schwer in Rheinfelden. Das darf man nicht vergessen. Dennoch sehe ich in der aktuellen Entwicklung kein Signal dafür, dass die Strukturen nicht stimmen, es handelt sich um bedauerliche Einzelfälle.

Dennoch sind Leerstände im Zentrum ganz und gar unerwünscht, was lässt sich dagegen unternehmen?

Wir werden dazu Gespräche führen. Wer Ladenfläche vermietet ist aber zunächst Privatsache. Was die Wirtschaftsförderung aber unterstützend tun kann, ist zum Beispiel mit Vermietern über die Preise zu reden. Zum Teil gibt es Mietvorstellungen, die für Lörrach oder Freiburg richtig sind, nicht aber für eine liebenswerte Kleinstadt.

Wo sehen Sie in zentraler Lage denn das angemessene Preisniveau angesiedelt?

Wir haben zwar fast nur 1 A-Lagen, aber auch da gibt es je nach Straße Unterschiede. Ich bin der Meinung Quadratmeterpreise könnten bei acht Euro beginnen. Mieten zwischen zehn und zwölf Euro sind betriebswirtschaftlich möglich, denn die Leute müssen ja auch noch leben können.

Sie führen demnach keine Warteliste mit Bewerbern, die nur auf ihre Chancen durch einen Wechsel warten?

Nein, leider nicht. Die Vermarktung von kleinen Flächen ist schwierig. Das lässt sich nur mit Hochwertigem umsetzen und das ist ganz schwer. Was fehlt, sind Textilflächen im hochwertigen Bereich. Es gibt da auch einige Gespräche, aber bei 600 Quadratmeter aufwärts können wir nicht mithalten. Glücklicherweise haben wird nur wenige Leerstände.

Fragen: ibö

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