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Rheinfelden Matthias Flierl begeistert mit Barock und Klassik

Bezirkskantor Matthias Flierl aus Waldshut spielt erstmals bei der Musik zur Marktzeit in der Christuskirche heitere Orgelmusik.

Mit einem Glas Sekt und einer Tasse Kaffee wurden die Besucher der ersten Marktmusik im neuen Jahr am Samstag in der Christuskirche begrüßt. Matthias Flierl spielte heitere Orgelmusik aus Barock und Klassik. Der junge Kirchenmusiker ist seit einem Jahr neuer Bezirkskantor im angrenzenden Kirchenbezirk Hochrhein und Organist an der Versöhnungskirche Waldshut.

Bezirkskantor Rainer Marbach freute sich, dass sich sein Kollege erstmals in Rheinfelden vorstellte. Der 28-Jährige, der in Waldshut Nachfolger der langjährigen Bezirkskantorin Trude Klein ist, hatte sich ein sehr schönes und stimmiges Programm ausgesucht. Er eröffnete sein Recital mit „Wie schön leuchtet uns der Morgenstern“ von Georg Philipp Telemann, sehr reizvoll, lebendig und stimmungsvoll in den Registerfarben gespielt. Der Choral „Wie schön leuchtet uns der Morgenstern“ tauchte ebenfalls in der fantasievollen Choralbearbeitung von Dieterich Buxtehude auf. Zart und fein ausgehört, mit markant herausgearbeitetem Cantus firmus und feinem Gespür für die Register und Farben der Orgel interpretierte Flierl diese Choralfantasie.

Auch in einer Kirchensonate von Mozart demonstrierte der Gastorganist seinen ausgeprägten Sinn für schöne Registrierungen und konnte damit die Stärken der Orgel wunderbar entfalten. Mozart hat die einsätzigen Kirchensonaten ursprünglich in größerer Besetzung für Gottesdienste im Salzburger Dom komponiert. Flierl spielte eine Kirchensonate in einem Arrangement für Orgel solo von Zsigmond Szathmáry – den die Konzertbesucher in der Christuskirche selbst schon als großartigen Orgelkünstler erlebt haben. Heiter, elegant, schwungvoll und sehr geschmackvoll in der Registerwahl spielte Matthias Flierl diese Kirchensonate. Seine leichthändige Mozart-Interpretation zauberte heiteren Glanz und filigrane Klänge in den Kirchenraum.

Kein Orgelkonzert ohne Großmeister Bach. Und so hatte Flierl zum Schluss Bachs Toccata, Adagio und Fuge BWV 564 auf dem Programm. Sehr differenziert ging er dieses Werk an, mit dynamischem Zug, prägnant und klangmächtig in der Toccata, sehr klangsensibel in der verzierten Melodie im Adagio und überzeugend in der Klarheit und Durchsichtigkeit in der kraftvoll akzentuiert gestalteten Fuge.

Flierls beeindruckendes Debüt läutete ein abwechslungsreiches Jahresprogramm ein. Mit den Marktmusiken, die Teil der „offenen Kirche“ sind, trage man der Situation Rechnung, dass die Rheinfelder Christuskirche mitten im Stadtleben zu Begegnungen mit dem Kirchenraum einlade, sagte Marbach. Diese Offenheit gilt auch für die Programme der Marktmusiken, die geistliche Musik, aber auch mal Jazz und andere Stile umfassen. Das Jahresprogramm liegt bereits aus. So dürfen sich die Besucher auch 2016 am ersten und dritten Samstag im Monat auf eine anregende halbe Stunde Musik zur Marktzeit freuen, mit unterschiedlichen Besetzungen wie Orgel solo, Orgel in Kombination mit Horn, Panflöte, Oboe, aber auch mal Saxophon, ein Hornquartett, das Big Sound Orchestra oder Blockflöten-Ensembles.

Termin: Marktmusik am Samstag, 16. Januar, mit Vadim Fedorov am Akkordeon.

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