Rheinfelden Herausgeputzt fürs Hochfest: Eichsler Umgang mit feierlicher Prozession

Der Eichsler Umgang ist mit kirchlichem und weltlichem Teil eine gelungene Veranstaltung.

In Eichsel herrschte am Sonntag Hochbetrieb: Nicht nur fast das ganze Dorf war auf den Beinen, sondern auch zahlreiche Besucher aus den umliegenden Gemeinden waren auf den Dinkelberg gekommen, um den Eichsler Umgang, zu Ehren der drei heiligen Jungfrauen Kunigunde, Mechtrudis und Wibranda zu feiern.

Dazu sagte eine Besucherin aus Herten: „Ich lebe jetzt schon 32 Jahre hier und bin heute zum ersten Mal an diesem schönen Kirchenfest.“ Apropos schön: Die Gäste hatten sich alle fein herausgeputzt, da begrüßte etwa eine Dame ihre Freundin mit dem Kompliment: „Schick bist Du heute“, worauf die spontan antwortete: „Es ist ja schließlich der höchste Feiertag in Eichsel.“

Dementsprechend war auch der Bereich rund um die Kirche eine Augenweide. Eigens für das Traditionsfest zauberten Mädchen und Jungen in den frühen Morgenstunden, unter der Leitung von Susanne Grauf und Franziska Gerwig aus Adelhausen, farbenprächtige Teppiche aus Sägemehl und Blumenblüten rund um den Otto-Deisler-Platz.

Mit lauten Bollerschüssen wurde Punkt sieben Uhr die Bevölkerung geweckt, um dann pünktlich am Festgottesdienst in der Sankt Galluskirche teilzunehmen. Parallel dazu fand in der nur wenige Schritte entfernten Pfarrscheune ein Wortgottesdienst für die Kinder statt. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte wie gewohnt der Eichsler Kirchenchor, unterstützt von den Freunden aus Karsau. Llucia Julbe dirigiert mit viel Herz den Kirchenchor und brillierte mit einem wunderbaren Solopart. An der Orgel begleitete Tobias Voegele. Der Kirchenchor und die Blaskapelle Eichsel begleiteten die anschließende Prozession.

Andächtig pilgerten die Gläubigen durch die Straßen, die Buben schwenkten Fähnchen und die Mädchen streuten aus ihren Körbchen die am Tag zuvor gesammelten Blumen. Den Schlusssegen gab Vikar Christian Wolff am Altar unter freiem Himmel. Er feierte an diesem Tag den 30. Geburtstag.

Auf dem kleinen Festplatz vor dem Gemeindezentrum herrschte gleich zu Beginn Trubel. Die Menschen suchten sich ein schattiges Plätzchen im Festzelt und sie alle nutzten die Gelegenheit, in netter Gesellschaft zu Mittag zu essen. „Es freut mich, dass so viele zu unserem Traditionsfest gekommen sind. Für viele ist das eine Selbstverständlichkeit. Mein Dank gilt der IG Eichsler Umgang, ja all jenen, die helfen, die Veranstaltung aufrecht zu erhalten“, lobte Ortsvorsteher Reinhard Börner. Die Küche lief heiß und das Frühschoppenkonzert der Blaskapelle war passend rhythmisch.

Auch sonst war musikalisch noch viel los: Am Nachmittag spielten die Jungmusik aus Degerfelden und der Musikverein Adelhausen. Neben einem kleinen Markt wurde eine Kaffeestube geboten, die Kinder kamen beim Seildrehen, Hüpfburg und Schminken auf ihre Kosten und Hans Strobel lud gerne zu Führungen durch die Kirche und den Raum mit Kirchenschätzen ein.

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