Rheinfelden Haus Elisabeth am St. Josefshaus Herten ist ein Ort der Begegnung

Das St. Josefshaus in Herten hat das umgebaute Haus Elisabeth am Wochenende offiziell eingeweiht.

Neben betreuten Wohngruppen entsteht mit der inklusiven Familienhilfe ein breites Netzwerk für Familien mit behinderten Kindern. Seit gut einem halben Jahr ist das Haus schon mit Leben gefüllt und auch die ersten Partner sind eingezogen.

Das Haus Elisabeth auf dem Campus des St. Josefshauses ist kaum wiederzuerkennen. In hellen, dezenten Grautönen harmoniert es mit den Gebäuden in der Umgebung. Die grün-orange Farbgebung aus den 1970er Jahren ist verschwunden. „Wir haben dem Haus jetzt einen Farbton gegeben, wie wir meinen, dass es ursprünglich gestrichen gewesen sein könnte. Dabei haben wir uns an die Farbgebung der Kirche angelehnt“, sagte Vorstand Christoph Dürdoth. Im Herbst 2014 hatte der Umbau begonnen. In den beiden oberen Stockwerken des Hauses von 1890 wurden Wohnungen für Wohngruppen eingerichtet und im Erdgeschoss Gruppenräume für die inklusive Familienhilfe. Im September 2016 wurden die Arbeiten abgeschlossen.

Nun ist das Haus Elisabeth ein Treffpunkt für Behinderte und Nichtbehinderte, externe Gruppen und Einrichtungen und die Nachbarschaft. Dabei handelt es sich um ein neues Konzept, zu dem noch keine Erfahrungen vorliegen. „Erfahrungen sind die positiven Ergebnisse von Fehlern und Risiken“, sagte Birgit Ackermann vom Vorstand. Man müsse bereit sein, diese zu machen. Die vom St. Josefshaus zur Verfügung gestellten Räume sollen von externen Partnern, Beratungsangeboten, Selbsthilfegruppen und anderen Einrichtungen genutzt werden, sodass ein Ort des Austausches entstehe.

Das St. Josefshaus hat Partner aus den Landkreisen Lörrach und Waldshut gewonnen. Die Offenen Hilfen und der Familienstützende Dienst erweitern ihre Angebote, um mehr Bedürfnisse der Familien abzudecken. Das Familienzentrum Rheinfelden ist vor Ort mit einem Babysitterkurs und Selbsthilfegruppen wie der Autismus-Gruppe finden Raum für ihre Treffen. Das Spieldorf Herten unterhält eine Spielgruppe zur Kleinkindbetreuung. Die Räume sind auch noch für andere Gruppen mietbar.

Zur Einweihungsfeier waren zahlreiche Interessierte gekommen, darunter Elke Zimmermann-Fiscella, Sozialdezernentin im Landratsamt Lörrach, Bürgermeisterin Diana Stöcker und Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller. „Es ist schön, dass in Herten dieses integrative Projekt mit Kindern und Jugendlichen gestaltet und ein Ort der Begegnung entwickelt wird“, lobte die Ortsvorsteherin. Christina Geiger, Leiterin des Hauses Elisabeth, ließ die Kinder und Jugendlichen mit Hilfe selbstgemachter Schilder zeigen, was ihnen am Haus gefällt. Daniel etwa mag seine eigene Wohnung, Lisa hat „ein cooles Zimmer“. Die Besucher warfen neugierige Blicke in die geöffneten Räume der Familienhilfe, wo verschiedene Angebote auf sie warteten. Kinder konnten sich schminken lassen, Singen, Blumentöpfe gestalten und basteln. Für Erwachsene gab es Informationen zum Thema unterstützende Kommunikation. Mit einer Kutsche vom Förderverein Markhof Ranch konnten Fahrten durchs Dorf gemacht werden. Und zum Abschluss des Einweihungsfests fand noch ein Benefizkonzert in der Kirche des St. Josefshauses statt.


Spenden: Zur Gestaltung des Gartens des Hauses Elisabeth werden noch Spenden benötigt. Konto bei der Sparkasse-Lörrach, IBAN: DE51 6835 0048 0001 0609 95, BIC: SKLEDE66, Stichwort: „Garten“.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Einzigartige Geschenke von Bodensee und Schwarzwald
Neu aus diesem Ressort
Rheinfelden/Schwörstadt
Rheinfelden
Rheinfelden/Schweiz
Rheinfelden
Rheinfelden
Rheinfelden
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren