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Rheinfelden Er liefert die perfekte Show

08.07.2009
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Turn it into something special…“ (verwandele es in etwas ganz Spezielles) singt Sasha in einem seiner Songs. Und tatsächlich: Der 37-jährige Entertainer und charismatische Sänger des deutschen Pop- und Rockhimmels hat es geschafft, den Abend beim Zeltmusik-Festival in Freiburg in etwas ganz Spezielles zu verwandeln – nämlich in eine – wenn auch nur zu gut drei Viertel ausverkaufte – Arena, in der die Fans einen Abend erleben, den sie sicher nicht so schnell vergessen werden.

Keine Frage: Sasha präsentiert sich so, wie seine Fans, vor allem natürlich weibliche, ihn kennen und sehen wollen. Von Beginn an herrscht euphorische Stimmung. Der Entertainer, der sich wie immer bei seinen Live-Auftritten quirlig, gutgelaunt, natürlich gut zu Fuß, zu Tanz und am Mikro gibt, singt sich vom ersten Song an in die Herzen der Besucher. Serviert werden all die raidotauglichen Ohrwürmer aus mittlerweile zehn Jahren Sasha und auch aus dem kurzfristigen Erfolgsprojekt „Dick Brave“. Ob zu Beginn der Titelsong des neuen Albums „Good news on a bad day“, „There she goes“ oder „Please, please, please“ oder ob Titel wie “We can leave the world behind”, “Lucky Day”, “This is my time” oder “If you believe”: Sasha bringt sie beinahe alle, seine 17 Charts-Hits. Wobei eines zu sagen wäre: Zumindest an diesem Abend, an dem die Band von Sasha die Songs ein wenig frischer und mitreißender, bisweilen auch deutlich rockiger als auf den Studioalben rüberbringt, passt Sashas Stimme am besten zu den rockigeren Titel.

Bei einigen Balladen konnte man sich immer mal wieder nicht des Gefühls erwehren, dass der 37-Jährige sich auch kleine Schwächen leistet und er irgendwie nicht immer den richtigen Ton trifft.

Doch sei's drum: Live ist live und da sind eben kleinere Schwächen unwichtig, da zählt der Auftritt als solches. Und das versteht der smarte „Schwiegermuttertyp“ mit dem ewigen gekonnten Lächeln perfekt. Er weiß wie man eine gute Show abzieht. Weste ausziehen, einen Knopf des ziemlich durchgeschwitzten Hemds öffnen oder auch schnell mal einen lasziven und aufreizenden Hüftschwung einwerfen: Die Fans danken's ihm mit (beinahe minutemlagen) Kreischen.

Euphorie löst auch der Sasha'sche Live-Gag aus, das Publikum zwecks gemeinsamen Gesangs zu teilen: Nämlich indem die linke Häflte „I feel lonely“ singt und die rechte „I'm still waitin“. Und obendrauf setzt Dirigent Sasha noch ein sanftes „Coming home“: So einfach können Chart-Hits manchmal sein. Wie auch das finale „Goodbye“ – der ultimativ letzte Song an diesem Abend bei der ersten und einzigen Zugabe. Nun denn – ein bissl mehr von Sasha als 105 Minuten hätte es für die meisten schon sein können!

Gerd Lustig

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