Rheinfelden Ein Rennen wie ein Krimi: Radkriterium so spannend wie nie

Ein Wettkampf mit Höhen und Tiefen: Während parkende Autos am Samstag den Start des 61. Radkriteriums in der Innenstadt verzögerten und es beim Jedermann-Rennen schwere Stürze gab, war das Hauptrennen zugleich eines der spannendsten in der Geschichte des Wettkampfes. Das Fazit der Veranstalter ist positiv.

Das Radkriterium startete mit einer 45-minütigen Verspätung, da trotz der Verbotsschilder mit dem Hinweis „ab 11 Uhr“ rund ein Dutzend Fahrzeuge auf der Strecke parkten. „Noch mehr nervt, wenn dann die Fahrzeughalter kommen und uneinsichtig sind“, sagte Alois Stöcklin, Vorsitzender vom Radsportverein (RSV). „Unsere Fahrer haben eine Stunde lang geholfen, die schweren Fahrzeuge von der Straße zu schaffen.“ Erst, nachdem die Strecke geräumt war, konnte der Startschuss zum ersten Rennen fallen.

Die Verzögerung drückte aber nicht auf die Stimmung, da sich der Oberrheinplatz schon in eine Festmeile verwandelt hatte, wo Sportbegeisterte am Streckenrand zuschauten oder sich etwas Gegrilltes gönnten. An die 70 Helfer waren am Bierbrunnen oder bei der Streckensicherung im Einsatz. Unterstützung bekam der RSV vom Laufclub Marathon, vom Triathlon-Team und vom Freundeskreis Asyl.
 

Die Rekordanmeldungen wie im letzten Jahr, als auch der LBS-Teamcup ausgetragen wurde, gab es in diesem Jahr nicht. Etwa 80 Rennradfahrer nahmen an den Wettkämpfen teil. Die Zahl der angemeldeten Einzelfahrerinnen brach von 45 auf sieben ein, Während 2016 beim Hauptrennen etwa 80 Fahrer gestartet waren, traten diesmal nur 20 Sportler auf der 1,1 Kilometer langen Innenstadtrunde an.

Schnelle Siegerehrung

Die verlorene Zeit wurde durch ein zügiges Abwickeln der Siegerehrungen und der Starts teilweise wieder eingeholt. Das Rennen Jugend U17 entschied Jan Münzer aus Mauenheim für sich, dicht gefolgt von Jonas Schwarz von der Sportgemeinschaft Rheinfelden. Es folgten die Wettkämpfe der Frauen, der Juniorinnen und Junioren U19, der Senioren sowie der Männer C-Klasse.

Beim Jedermann-Rennen, das Sebastian Retzlaff aus Grenzach-Wyhlen gewann, stürzten drei Fahrer schwer. Einer von ihnen konnte wieder ins Rennen einsteigen, die zwei anderen mussten zunächst am Streckenrand vom DRK versorgt werden. Während des Handbike-Rennens rückten zwei Rettungswagen und ein Notarztwagen an, um einen Sportler mit Beinverletzung und einen Fahrer mit womöglich inneren Verletzungen abzuholen. Abgesehen von den Stürzen blieb es für die Sanitäter aber ruhig.
 

Der Start des Hauptrennens verzögerte sich um fast eine Stunde, es wurde von 70 auf 55 Runden verkürzt. Die Fahrer sausten mit Geschwindigkeiten von 40 bis 50 Kilometern pro Stunde an den Zuschauern vorbei. 18 Runden vor Schluss setzte sich Benjamin Stauder vom Team Embrace the World Cycling (RV Stegen) ab. Über viele Runden hielt er einen Vorsprung von bis zu 14 Sekunden, zum Ende hin kämpften sich die Verfolger aber wieder unaufhaltsam an den Ausreißer heran. Stauder kam mit zwei Sekunden Vorsprung vor Christopher Schmieg vom RSV Yburg Steinbach ins Ziel. Wegen der regelmäßigen Rundenwertungen reichte es bei Stauder trotzdem nur für den zweiten Platz, da Schmieg das Rennen zu Beginn beherrscht und viele Punkte eingefahren hatte. Dritter beim Hauptrennen wurde Kevin Andreas Vogel von der Melsunger Turngemeinde 1861

„Ein Krimi“, fieberte Sebastian Hautli mit, der die Wettkämpfe wieder moderierte. „Ich weiß nicht, ob das Rheinfelder Radrennen jemals so spannend war.“ Was das Radkriterium so besonders mache, sei der zu Seltenheit geratene Innenstadtparcours. „Es ist eine kurze Runde und die Zuschauer können viel sehen. Das ist sicher eines der schönsten Rennen mit Klasse-Sprints“, so Hautli. Um 22 Uhr war der Grill aus, die Helfer packten zusammen. „Das mit den Stürzen tut uns Leid“, sagte Alois Stöcklin. „Aber mein Fazit ist ganz klar positiv. Die vielen Zuschauer waren begeistert. Und mit Stolz sage ich, dass die Fahrer gerne nach Rheinfelden kommen.“

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