Schmugglergilde stellt den Narrenbaum. Rheinfelder Fasnacht geht damit in die heiße Phase
Mit einem dreifachen „Narri-Narro“ und einem dreifachen „Narro am Rhy“ sowie unter den Klängen des Oberrhein-Walzers wurde am Samstag in Rheinfelden unter den Jubelrufen der Fasnächtler der Narrenbaum gestellt. Über die heiße Phase der Fasnacht hinweg gilt er als Herrschaftssymbol der Narren und stellt deren Macht eindrucksvoll unter Beweis.
MAchtsymbol Der Zug der Rheinfelder Narren hatte sich zuvor an der Schillerschule formiert, um sich durch die Innenstadt in Richtung Oberrheinplatz zu bewegen. Etliche Zuschauer säumten den Weg durch die Stadt. Im Beisein von Oberbürgermeister Eberhard Niethammer stimmte schließlich Oberzunftmeister Wilfried Markus das Narrenvolk auf die Narretei ein und wünschte allen eine schöne und intensive Fasnachtskampagne 2012.
Kalte Energiestadt Närrisch gestimmt rief er Oberbürgermeister Eberhard Niethammer zu, dass er angesichts der eisigen Temperaturen gar nicht verstehe, dass Rheinfelden eine Energiestadt sei. OB Niethammer solle sich deshalb darum kümmern, dass die Narren auch während des Narrenbaumstellens wärmere Temperaturen genießen können.
Der OB nahm es gelassen, wohl wissend, dass er schon wenigen Tagen den Rathausschlüssel endgültig an das närrische Volk abgegeben muss. Den 21 Meter hohen Narrenbaum selbst stellte auch in diesem Jahr die Warmbacher Schmugglergilde auf. Unterstützt wurde die Gilde von den Wasserfall-Dämonen, die mit dafür sorgten, dass das nicht ganz einfache Narrenbaumstellen wie gewohnt in Perfektion ablief.
Schräge Töne Musikalisch begleitet wurde das närrische Prozedere von der Zunftmusik unter der Leitung von Max Lehmann, die den traditionsreichen Oberrheinwalzer spielte, während sich der ein oder andere ältere Fasnächtler noch an die Gründerzeit des Rheinfelder Fasnachts-Walzers erinnerte.
Mit eher modernen, schrägen Tönen begeisterten beim gestrigen Narrenbaumstellen auf dem Rheinfelder Oberrheinplatz gestern die Guggemusiken der Ohräquäler und der Gassemoggis, die trotz eisiger Temperaturen einheizten.