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Rheinfelden Beide Städte Rheinfelden starten schwungvoll ins neue Jahr

550 Besucher kommen zum grenzüberschreitenden Neujahrsempfang in den Bahnhofsaal von Rheinfelden/Schweiz. Die Showband Bieranjas sorgt für die perfekte Unterhaltung.

Schwungvoller kann das Jahr 2016 gar nicht beginnen. Mit ihrem professionellen Guggenmusik-Sound sorgten die temperamentvollen Musiker der Showband „Bieranjas“ beim grenzüberschreitenden Neujahrsempfang im Bahnhofsaal in Rheinfelden/Schweiz für musikalischen Biss. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: „Ihr Name setzt sich aus dem weit verbreiteten flüssigen Lebenselixier und dem kleinen Raubfisch mit sehr scharfen Zähnen zusammen“, stellte der Gastgeber des Abends, Stadtammann Franco Mazzi, die Band den rund 550 Gästen vor. Diese quittierten die Darbietungen mit frenetischem Applaus.

Bereits zum 17. Mal luden die beiden Städte zum grenzüberschreitenden Neujahrsempfang ein. Zum Auftakt schüttelten die Stadtoberhäupter jedem Gast die Hand. „Ich spüre die etwa 550 Shakehands, aber es hat mir eine Freude gemacht, die Bürgerinnen und Bürger beider Rheinfelden persönlich zu begrüßen“, sagte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt nach der Veranstaltung im Gespräch mit dieser Zeitung.

Wie bei jedem Neujahrsempfang blickten Eberhardt und Mazzi auf das vergangene Jahr zurück. Höhepunkt für beide Städte war der gemeinsame Gewinn der Goldmedaille im europäischen Gartenwettbewerb Entente Florale. „Aus Grün wird Gold“, freute sich Mazzi, der stolz erwähnte, dass seine Stadt 2015 erstmals die 13 000-Einwohner-Marke geknackt hat.

Ein Thema, das beide Städte 2016 beschäftigen wird, ist der Rheinsteg. „Wir erhoffen uns fest, dass der neue Rheinsteg ein wichtiger Bestandteil des Rheinuferwegs wird“, sagte Franco Mazzi. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt betonte, dass die Kosten für den Steg dank Fördermittel „für Rheinfelden beherrschbar ist, ohne das andere Projekte aufgegeben oder verschoben werden müssen“. Neben der Entscheidung zu einem neuen Steg wollen beide Städte 2016 auch bei weiteren Themen gemeinsam auftreten. Auf Initiative beider Städte planen die Verkehrsbehörden in Deutschland und der Schweiz ein Forum zum Thema grenzüberschreitende Verkehrsentwicklung. „Langfristig muss es das Ziel sein, weitere Brückenverbindungen zu schaffen“, sagte Klaus Eberhardt.

Die Flüchtlingskrise war natürlich auch Thema beim Neujahrsempfang. „Wir können Integration in Rheinfelden“, sagte der OB stolz und bedankte sich bei den Menschen, die sich für Flüchtlinge, aber auch auf allen anderen Gebieten in der Stadt ehrenamtlich einsetzen. „Es ist ein Reichtum unserer Stadt, dass wir über eine Vielzahl von Kümmerern verfügen“, lobte Eberhardt und erntete für diese Worte Applaus. Vorsichtig wagte er sich an das Thema Flüchtlingsobergrenze heran: „Es darf schon hinterfragt werden, ob die Kraft der großen Zahl in einer dauerhaft immensen Zuwanderung uns den möglichen Erfolg einer Integration schmälert.“ Viele Veränderungen seien 2016 zu erwarten. Mit dem Zitat des Philosophen Immanuel Kant schloss der Oberbürgermeister seine Ansprache beim Neujahrsempfang: „Es ist nichts beständiger als die Unbeständigkeit.“

 

Höhepunkte des grenzüberschreitenden Neujahrsempfangs

 

Die Gäste: Rund 550 Vertreter aus Kommunal-, Kreis-, Kantons- und Landespolitik, Wirtschaft, Vereinsleben, Schulen, Verwaltung sowie Bewohner der beiden Rheinfelden besuchten den grenzüberschreitenden Neujahrsempfang. Erstmals waren durch die Teilnahme der Alevitischen Gemeinde Rheinfelden insgesamt vier Glaubensgemeinschaften aus Badisch-Rheinfelden vertreten. OB Klaus Eberhardt begrüßte öffentlich seine Schwester Ruth Eberhardt aus Oldenburg. „Ich komme immer sehr gerne nach Rheinfelden“, sagte die Zahnärztin im Ruhestand.

 

Die Musik: Die Unterhaltungsband „Bieranjas“ aus der Schweiz sorgte mit mehreren Stücken, darunter Hits von Robbie Williams, Shakira, Green Day und Queen, für Begeisterung. Die Band bringt kommende Woche eine CD heraus, deren Produktion unter anderem von der Stadt Rheinfelden/Schweiz finanziell unterstützt worden ist. Als Gegenleistung spielten die Musiker beim Neujahrsempfang, wie Bieranjas-Präsident Dominik Müller erklärte. Für die CD-Taufe am Freitag, 15. Januar, um 20 Uhr im Gundeli-Casino in Basel gibt es noch Karten im Internet unter www.bieranjas.ch

 

 

 

Der Apéro: Nach den Ansprachen von OB Klaus Eberhardt und Stadtammann Franco Mazzi hatten die Gäste Gelegenheit, mit einem Glas Feldschlösschen-Bier oder Hertener Roten auf das neue Jahr anzustoßen. Die Bewirtung und die Betreuung der Garderobe übernahmen der Damenturnverein und die Rhywaggis aus Rheinfelden/Schweiz. Zum Gelingen des Abends trugen auch die Stadthostessen Julia Lehmann und Silvia Ackle, Saalwart Ulli Gashi, Tontechniker Markus Aebi sowie Daniel Vulliamy und Marcel Hauri von der Schweizer Stadtverwaltung bei.

 

Der rote Faden: Was wäre der grenzüberschreitende Neujahrsempfangen ohne das Thema Fußball. Diesmal nahm Franco Mazzi den roten Faden, der sich durch die vergangenen Neujahrsempfänge zieht, auf. Mit Blick auf die Europameisterschaft in Frankreich im Sommer, träumt der Stadtammann schon jetzt von einem Halbfinale Schweiz – Deutschland. „Mit einem knappen Sieg des Außenseiters, also ich meine damit die Schweiz“, sagte Franco Mazzi lachend. Aber egal, wer gewinnt: „Wir freuen uns auf schöne und hoffentlich spannende Spiele.“ (jsc)

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