Rheinfelden (gep) Spendabler Besuch aus Nollingen hat bei der kirchlichen Sozialstation schon Tradition.
Einen Scheck über insgesamt 1600 Euro überbrachten Heinrich Preis, früherer Pfarrgemeinderat sowie Mella Klossner, Vorsitzende des Frauenvereins St. Elisabeth. 900 Euro stammen aus dem Erlös des Pfarrfestes (zwei weitere Drittel sind für die Gemeinde und die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan bestimmt) und für 700 Euro hat die fleißige Frauengemeinschaft im Juli beim Dorffest über 70 leckere Kuchen und Torten verkauft.
Beide waren sich einig, dass die Spende bei der Sozialstation einen wichtigen Zweck erfüllt, da es gerade in der heutigen politischen und wirtschaftlichen Situation schwierig sei, Eingaben und Ausgaben ausgewogen zu regeln. Pflegedienstleiterin Inge Thoma sprach von „einer wertvollen Unterstützung“ durch die Nollinger Vereine und Bevölkerung, mit denen die Sozialstation bereits über viele Jahre einen guten Kontakt pflegt, indem wechselseitig Versammlungen und Feste besucht werden. Man freue sich auch deswegen, weil allgemein ein Spendenrückgang zu verzeichnen sei. „Wir lehnen keinen ab, daher wird das Geld überall gebraucht“, betont Inge Thoma.
Derzeit stehen täglich 318 Hausbesuche an. 52 Pflegekräfte und 52 Personen im hauswirtschaftlichen Bereich sowie sechs Ehrenamtliche sind von Schwörstadt bis Herten einschließlich der Dinkelbergortsteile mit 16 Fahrzeugen im Einsatz. Die Pflegedienstleiterin verweist auf die immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen (Vorschriften) in der häuslichen Pflege, denn „die Krankenkassensätze und das was wir leisten entspricht oftmals nicht der Realität“. „Wir machen aktivierende Pflege“ und das bedeutet, dass die Patienten angeleitet werden, so viel wie möglich selber zu machen um damit alle noch vorhandenen Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten, aber genau dies würde auch mehr Zeit beanspruchen.
Darüber hinaus hat die regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter, speziell im medizinischen Bereich einen großen Stellenwert. Zuletzt ging es um den Kompressionsverband, als nächstes ist das Thema Diabetes geplant. Ebenso seien alle Mitarbeiter in Kinästetik geschult – ein Programm bei dem mit möglichst wenig Kraftanstrengung Bewegung möglich, das gilt sowohl für Pflegende als auch für die zu pflegende Person, „denn wir wollen, dass auch unsere Mitarbeiter gesund bleiben“, sagt Inge Thoma.