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Rheinfelden „Nagelprobe am Donnerstag“

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Interview mit dem Leiter des Polizeireviers Rheinfelden über die Einsätze an Fasnacht

Wir sprachen mit dem Leiter des Polizeireviers Rheinfelden, Siegfried Oßwald, über die Fasnacht und ihre Auswirkungen auf die Dienstpläne seiner Mitarbeiter.

Herr Oßwald, wird denn auch bei Ihnen im Revier Fasnacht gefeiert?

Nein, bei uns wird nicht gefeiert. Wir haben zwar ein paar aktive Narren in unseren Reihen, die haben allerdings bereits im Vorfeld Urlaub beantragt und feiern daher nicht im Revier, sondern zu Hause. Und auch verkleiden werden wir uns nicht.

In den vergangenen Jahren ist das Konzept der Dauerpräsenz der Polizei bei großen Veranstaltungen ja gut aufgegangen. Bleiben Sie auch diese Session dabei, Unruhestifter auf Festen schon durch die Polizeipräsenz nicht aktiv werden zu lassen?

Wir haben bisher in diesem Jahr ja schon ein paar größere Fasnachtsveranstaltungen hinter uns gebracht, die recht friedlich verlaufen sind. Wir waren da sehr zufrieden. Die Nagelprobe ist natürlich am Schmutzige Donnerstag. Wir fahren verstärkten Regelschutzdienst. Alles, was keinen Urlaub hat, ist im Dienst. Wir haben also genügend Leute, um Störungen schnell zu beseitigen. Allerdings sind wir etwas weg vom Konzept der Dauerpräsenz. Wenn die Leute ständig einen Polizisten sehen, kommen die wegen jeder Kleinigkeit. Da wir verpflichtet sind, allem nachzugehen, muss man dann schon mal jemanden wegen eines Anrempelns aus dem Saal holen, was natürlich immer für Aufsehen und Unruhe sorgt. Oft waren das Sachen, die die Leute sonst kurz später vergessen hätten. Keine Dauerpräsenz heißt aber nicht, dass die Polizei nicht kommt. Streifen werden bei den größeren Veranstaltungen regelmäßig vorbei kommen.

Untrennbar verbunden sind Fasnacht und Alkohol. Was gar nicht zusammenpasst ist Alkohol und Autofahren. Werden Sie verstärkt kontrollieren?

Seit etwa drei Wochen machen wir eigentlich permanent verstärkt Kontrollen. Natürlich werden wir auch über die Fasnachtszeit ein sehr offenes Auge haben und kontrollieren. Mein Tipp, wenn man etwas getrunken hat: Ein Taxi rentiert sich. Einmal mit zuviel Alkohol am Steuer erwischt zu werden, ist wesentlich teurer, als über Jahre hinweg an Fasnacht ein Taxi zu benutzen.

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