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Stramme Minustemperaturen und Sonne sagen die Wetterdienste für Sonntag voraus. Beste Bedingungen also fürs Murger Narrentreffen.

Bei der Straßenfasnacht darf es zwar ruhig heiß hergehen, damit ist aber nicht die Anzeige auf dem Thermometer gemeint. Draußen an der Luft hat es der Narr gern frisch. Gegen Kälte trägt er sein gut gefüttertes Häs, beim Umzug läuft er sich warm. Ein paar Grad minus bringen ihn genau auf die richtige Betriebstemperatur. Es muss ja nicht gleich so kommen wie im Winter 1963. Bis zu 18 Grad unter Null herrschten damals. Bei der Rhygfrörni stand das Wasser im Rhein vor Kälte still. Gar nicht still war es in jenem Februar auf dem Murger Friedhof. Als sie ein Grab ausheben mussten, half gegen die 65 Zentimeter tief gefrorene Erde nur der Kompressor. Kälte kann auch 2012 noch zum Problem werden, wie das Beispiel einer Bad Säckinger Gaststätte zeigt. Am Mittwoch war dort im Keller die Zapfleitung eingefroren. Das Malheur führt uns zurück ins Jahr 1963 und hin zu Paul Kuhns Fasnachtshit „Es gibt kein Bier auf Hawaii“. Eingefrorene Leitungen werden damals nicht der Grund für das Versorgungsproblem gewesen sein, denn im Lied heißt es bekanntlich, es sei „so heiß auf Hawaii, kein kühler Fleck“. Der gute Mann hätte eben nach Murg kommen sollen!

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