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Murger Bürgerinitiative möchte Anwohner und Gemeinderäte über geplanten Behördenfunkmast bei Oberhof informieren

Murg (kb) Sie wollen ihre Mitbürger aufklären: Der Oberhofer Johannes Riehm von der Bürgerinitiative „Gesund leben im Hotzenwald“ und der Konstanzer Umweltmediziner Joachim Mutter warnen vor dem Bau eines Behördenfunkmasts im Wald bei Oberhof, rund 800 Meter vom Weiler Im Sood entfernt.

Über einen Nachbarn haben sie von der geplanten „Errichtung einer Sende- und Empfangsstation“ auf dessen Grundstück erfahren. Bevor das Bauvorhaben am Montag, 4. Oktober, im Murger Gemeinderat auf der Tagesordnung steht und die Widerspruchsfrist ausläuft, möchten sie in einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 30. September, um 20 Uhr im Café Verkehrt in Oberhof über die Gefahren des Tetra-Behördenfunks informieren.

Die Strahlung des Tetra-Funksystem, das für den neuen digitalen Behördenfunk in ganz Deutschland installiert wird, sei noch gesundheitsschädlicher als herkömmliche Mobilfunkstrahlung, sagt Joachim Mutter. „Tetra strahlt ununterbrochen in relativ niedrigen Frequenzen und dringt daher tiefer in den menschlichen Körper ein. Es strahlt auch stärker durch Wände und Fenster“, erklärt der Umweltmediziner. Kopfschmerzen, Nasenbluten und langfristig auch Krebserkrankungen könnten die Folge sein, warnt Mutter.

Er und sein Mitstreiter Johannes Riehm sind der Ansicht, dass das bundesweit vor der Einführung stehende digitale Funksystem zudem veraltet und zu teuer sei. Auch sei es nicht abhörsicher, wie von seinen Befürwortern behauptet, und biete daher keine entscheidenden Vorteile gegenüber dem analogen System, das Polizei und Feuerwehr seit Jahrzehnten verwenden. „Tetra wurde schon vor 20 Jahren entwickelt und müsste nach der teuren Einführung bald schon wieder durch ein verbessertes System ersetzt werden“, sagt Joachim Mutter.

Ein ähnliches Bauvorhaben wurde kürzlich im Gemeinderat Schopfheim bereits abgelehnt, der Wehrer Gemeinderat vertagte die Entscheidung in der Sitzung am vergangenen Dienstag (der SÜDKURIER berichtete). Die Bürgerinitiative möchte deshalb auch die Murger Gemeinderäte und Anwohner schon im Vorfeld auf eine ausführliche Diskussion vorbereiten.

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