Bronze in Athen, Gold in Peking und Silber in London: „Einmalig im Mountainbike“ wertete die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Montag die dritte olympische Medaille, die Sabine Spitz im Cross Country nach Hause gefahren hatte. Das klang in Niederhof, wo Sabine Spitz Montagabend sehnsüchtig erwartet wurde, dann so: „Das war spitze!“ Und zu gerne hätten dies die vielen Gratulanten der Niederhöfer Medaillengewinnerin gleich selbst gesagt.
Aber erst einmal hieß es warten. Zeit, den Lauf der Sabine Spitz vom Samstag bei einem Schluck Bier oder einem Gläschen Sekt noch einmal durch zu diskutieren und die großartige Leistung der Sportlerin zu würdigen. Der Flieger hatte in Zürich Verspätung gehabt. Der gesamte Zeitplan war in Verzug gekommen. Lautes Hupen kündigte den vom Empfang in Bad Säckingen kommenden Bus mit Sabine Spitz und ihren Begleitern schließlich doch noch an.
Lauter Jubel und Klatschen der vielen begeisterten Fans auf dem Schulhof mischte sich zu den Klängen des Musikvereins Niederhof, als Sabine Spitz mit ihrer Silbermedaille um den Hals aus dem Bus stieg und der wartenden Menge sichtlich glücklich zuwinkte: „Danke, toll, dass Ihr alle gekommen seid. Ich bin einfach nur riesenglücklich.“ Erste Gratulationen und Blumen gab's von der Niederhofer Ortsvorsteherin Edith Becker und deren Stellvertreter Otto Frommherz sowie vom Herrischrieder Bürgermeister Christof Berger. „Eine Superleistung“, freute sich die Ortsvorsteherin über den „Glanz in der Gemeinde“.
Ein langer Gratulationsreigen schloss sich an. Angeführt vom früheren Murger Bürgermeister Michael Schöke wollte die Schlange der Gratulanten nicht enden. Händeschütteln, Küsschen, Umarmung, mitunter auch eine Träne, die vor Freude und Rührung kullerte, Erinnerungsfotos mit den Kindern – Sabine Spitz überstrahlte in ihrer Freude alles und jeden, brachte den Glückwunsch-Marathon charmant und spielerisch hinter sich und stand auch noch Radio Regenbogen Rede und Antwort.
Doch damit des Feierns nicht genug. Der vom Ortschaftsrat Niederhof organisierte Empfang für die Medaillengewinnerin war erst der Anfang. Im Herbst geht's weiter. Hochoffiziell und im Rahmen der Einweihung des Bürgerhauses und dann auch mit Bürgermeister Adrian Schmidle, der Montagabend auf dem Schulhof nicht dabei sein konnte, weil er gerade mit Familie im Urlaub ist.
