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Hauenstein Hauensteiner Fahne weht wieder auf Burgruine

Ein langgehegter Wunsch der Bürger geht in Erfüllung: Nach langer Zeit grüßt wieder das Hauensteiner Banner weit ins Land hinein. Beim Anbringen der Fahne wurde ein historisches Novum entdeckt: Offenbar wurde 1906 eine Mauerumgestaltung vorgenommen, die für Burgenexperten von Bedeutung sein könnte.

Es ist schon viele Jahre her, seit auf der ehemaligen Burg Hauenstein dauerhaft eine Fahne wehte. Jetzt ist es wieder soweit. Rechtzeitig zum diesjährigen Josefstag grüßte ein Banner mit dem Hauensteiner Wappen weit ins Land. Damit ging ein langgehegter Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung.

Dass die frühere Burg Hauenstein, aber auch das ehemalige Städtchen gleichen Namens an ihrem Fuß, im besseren Licht erscheinen, war Ziel des vor vier Jahren gegründeten Förderkreises zur Erhaltung der Burgruine Hauenstein e.V. Mit einer Fahne in den alten Gemäuern, die weithin sichtbar ist, will man die Aufmerksamkeit auf das Wahrzeichen der vormaligen Grafschaft Hauenstein lenken.

Nicht einig bei den 51 Mitgliedern des Vereins war man sich beim Motiv der Fahne. Zur Wahl standen das Wappen der Herren von Habsburg, das der einstigen Grafschaft Hauenstein und das der ehemaligen Stadt Hauenstein. Alle drei Institutionen hatten einen engen geschichtlichen Bezug zur Burg, doch mehrheitlich setzten sich die Hauenstein-Städtler durch. Nicht zuletzt, um damit beim alljährlichen Josefsfest „Flagge zeigen“ zu können.

Zwei Halterungen für Fahnenstangen waren auf dem Burgareal noch vorhanden. Eine ältere in der Burgmitte, an der in den 1950er-Jahren noch ein Holzmast befestigt war und eine weitere Vorrichtung an der äußeren Burgmauer, an der ab den 1960er-Jahren Fahnen gehisst werden konnten. Beide Halterungen waren nicht mehr brauchbar. Letztere wurde vom Bauhof der Stadt Laufenburg jedoch so umgestaltet, dass ein neuer, acht Meter hoher Aluminium-Mast angebracht werden konnte.

Neben dem Vorsitzenden des Förderkreises, Bernhard Gerteis, war es auch dem ehemaligen Luttinger und seit vier Jahrzehnten in Sisseln lebenden Ulrich Bögle ein großes Anliegen, dass zum diesjährigen Josefsfest auf der vormaligen Burg wieder eine Flagge weht. Daher erklärte Bögle, das drei Meter lange Fahnentuch mit dem Hauensteiner Wappen in dreifacher Fertigung zu finanzieren. Zum Aufhängen der Fahne, die in Standartenform befestigt ist, um auch bei Nichtwind erkennbar zu sein, fand sich neben Bernhard Gerteis und Ulrich Bögle auch Claus Tröndle ein, der als Einungsmeister der Einung Hochsal den Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein e.V. vertrat. Weil ihm die Heimatverbundenheit ein wichtiges Anliegen ist, wünscht er, dass sich Alt und Jung hierzu bekennen.

Im Anschluss an das Anbringen der Fahne erfolgte noch eine Erkundung des Burgareals. Hierbei kam völlig unerwartet an zwei Stellen eine bislang nicht erwähnte eingemeißelte Jahreszahl 1906 zum Vorschein. Die Entdeckung zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt gravierende Veränderungen an den Mauerzügen vorgenommen wurden, die für Burgenforscher interessant sind.

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