Mit einer umfassenden Einweisung haben sich die Feuerwehren Bad Säckingen, Murg und Laufenburg am Dienstagabend auf die Übernahme des Autobahnabschnitts Murg-Hauenstein am kommenden Montag vorbereitet. Mit einem Aufgebot von insgesamt 80 Feuerwehrfrauen und -männern wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den Tunnelanlagen unter die Lupe genommen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Mit einem Löscheinsatz am Tunnel „Groß-Ehrstädt“ beendeten die Säckinger Einsatzkräfte ihren Übungsabend. Eine Übung im großen Rahmen, zu der auch der Rettungsdienst hinzugezogen werden soll, ist zeitgleich mit der ersten Revision in etwa einem Jahr vorgesehen.
Die Brandkatastrophen in Schweizer Tunneln führten zu schärferen Auflagen für Sicherheitsvorkehrungen in Tunnelbauten. Mit modernster Technik wurden die Tunnelanlagen Groß-Ehrstädt und Rappenstein auf dem Autobahnabschnitt sieben der A 98 versehen. Während der Bauphase wurde die Feuerwehr beim Aufstellen des Gefahrenabwehrplans und des Brandschutzplans hinzugezogen. Neu zumindest für jeden Fahrzeugführer sind die Antennen, die jeweils an beiden Portalen der Tunnel angebracht sind. Es sind Verstärkeranlagen für den Funkverkehr im Inneren der Tunnel. Metallbänder sorgen für die Funkweiterleitung an Sprechfunkgeräte der Feuerwehr und Polizei, aber auch für den Verkehrsfunk, der sonst im Tunnel unterbrochen wäre.
Im Falle eines Brands wird der Alarm unverzüglich im Technikraum ausgelöst. Dieser liegt jeweils am Westportal der Tunnel. Markus Eichenbrenner, Bereichsleiter für Betriebstechnik der Firma Dürr, nahm die Einweisung im Technikraum persönlich vor. Die Brandmeldeanlage wird bei Brand und bei Entfernen der angebrachten Feuerlöscher automatisch geschaltet. Während im Tunnel Rappenstein zwei Wand-Hydranten zum Löschen zur Verfügung stehen, ist Tunnel Groß-Ehrstädt mit Leerleitungen versehen, die im Brandfall zu befüllen sind. Ein Löschwassertank mit 72 Kubikmetern Wasser sowie ein Auffangbecken von 105 Kubikmetern Fassungsvermögen stehen dafür bereit. Ein weiterer Unterschied der beiden Anlagen ist die Ampelanlage am Tunnel Rappenstein, die bei Alarm eine sofortige Sperrung auslöst. Stefan Fräßle, Gesamtkommandant der Feuerwehr Murg, sieht das Fehlen einer solchen Ampel als Mangel am Murger Tunnel. Bauingenieur und Bauleiter des Autobahnabschnitts sieben der A 98, Frank Bloos, unterstrich: „Mit dem Bau des Fluchttreppenhauses im Tunnel Rappenstein ging man sogar über die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen hinaus.“
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