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Murg Facebook-Party gerät außer Kontrolle

30.09.2012
Murg -  300 Menschen kamen zur Geburtstagsparty einer 18-Jährigen nach Murg. Mit einem Großaufgebot musste die Polizei anrücken.

 Bild: AchrivDPA

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Als eine 18-Jährige via Internetportal „Facebook“ zu ihrer Geburtstagsparty nach Murg am Hochrhein einlud, ahnte sie noch nicht, welcher Ärger nun auf sie zukommt. Denn am Grillplatz „Ewigkeit“ erschienen statt der erwarteten 110 rund 300 Menschen – und dann die Polizei. „Zur Bewältigung der Lage zog die Polizei Bad Säckingen von benachbarten Dienststellen aus Waldshut, Rheinfelden und Lörrach Kräfte zusammen“, heißt es im Polizeibericht. Insgesamt waren sieben Streifen im Einsatz. Die Kosten muss die 18-Jährige nun wohl mindestens zum Teil übernehmen.

Doch was war geschehen? Am vergangenen Freitag gegen 23 Uhr gingen bei der Polizei im benachbarten Bad Säckingen Meldungen ein, wonach eine Party in Murg außer Kontrolle geraten war. 300 Menschen, zum Teil stark alkoholisiert, trafen die Beamten an, als sie – ohne Blaulicht – zum Ort der Feier kamen. Viele Gäste suchten daraufhin schnell das Weite.

Polizei am Hochrhein nach Fällen in Backnang, Konstanz und Niederschach vorbereitet

Für die Polizisten galt es zunächst, sich einen Überblick zu verschaffen und einzugreifen: Im Verlauf der Feier war es zu mehreren Körperverletzungen gekommen. „Es wurden bislang zwei Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet“, so die Polizei. Hinweise über das Mitführen von Messern und einer Schusswaffe bestätigten sich aber nicht. Am Samstag stellte die Polizei fest, dass am Grillplatz samt Umfeld, sowie an Waldrändern viel Müll zurückgelassen worden war. Die Polizei hat nun Ermittlungen gegen die Gastgeberin eingeleitet und wird die Kosten des Einsatzes „im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten“ in Rechnung stellen.

Facebook-Parties waren bislang am Hochrhein noch kein Problem. Doch die Polizei hatte sich nach Fällen in Backnang, Freiburg, Konstanz und Niedereschach im Schwarzwald vorbereitet, wie vor wenigen Wochen Pressesprecher Paul Wißler gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Er erklärte damals übrigens auch, dass ein einzelner Polizist mit etwa 26 Euro pro halber Stunde Einsatzdauer zu Buche schlage. Ein kostspieliger Spaß.

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