Mein

Murg Experten informieren beim Slowup in Murg über Vorteile von E-Autos

Maximilian Rüttinger, Klimaschutzmanager Murg und Anselm Laube, Ingenieur bei der Energieagentur Lörrach, informierten an einem Stand neben dem Murger Weltlädeli über die neuesten Entwicklungen in Sachen E-Mobilität.

Den Slowup als nachhaltigste Form der Fortbewegung genutzt haben Maximilian Rüttinger, der Klimaschutzmanager der Gemeinde Murg, sowie Anselm Laube, Ingenieur bei der Energieagentur Lörrach, um die Radler über das Thema der nachhaltigen Mobilität zu informieren. Neben dem Weltlädeli an der Murger Meile haben sie einen Info-Stand aufgebaut und drei Elektrofahrzeuge ausgestellt.

Die beiden Experten standen von 9 bis 17 Uhr für Fragen aller Art bereit und zeigten sich mit der Resonanz durchaus zufrieden, „auch wenn viele Teilnehmer uns nach der Bewirtung gefragt haben“, so Rüttinger. Als Beispiele für vollelektrisch betriebene Autos waren das Dienstfahrzeug der Gemeinde (ein Renault Zoe), der neue, siebensitzige Bürgerbus der Marke Nissan sowie der BMW i3 der Energieagentur Lörrach zu sehen.

Probefahrten waren nicht möglich, wohl aber ein Probesitzen, und die Berater nahmen sich viel Zeit für Fragen. „An erster Stelle steht die Frage nach den Kosten, und auch die Reichweite ist für viele ein wichtiges Kriterium“, berichtete Rüttinger. Elektrowagen sind teurer als Autos mit Verbrennungsmotoren, dafür wird der Kauf von E-Fahrzeugen mit einem Bundeszuschuss von 4000 Euro gefördert. Die Wartungskosten seien deutlich geringer als bei einem Verbrennungsmotor, erklärte Anselm Laube. Bei den Kosten für den Strom „zeichnet sich noch keine klare Tendenz ab, das hängt davon ab, wie er erzeugt wird“.

Die Vorstellung, man könne Reichweiten von 500 Kilometern wie mit einem Verbrennungsmotor erzielen, sei im Moment noch nicht erfüllbar, auch wenn die Entwicklung der Batterien Fortschritte mache, erklärte der Klimaschutzmanager. Mit dem aufgeladenen Murger Gemeindefahrzeug könne man immerhin knapp 200 Kilometer zurücklegen. Laube wies darauf hin, dass es in Deutschland mittlerweile ein Netz von Ladestellen gebe, allerdings müssten die Fahrer unter Umständen längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Dies sollte aber der Elektromobilität nicht im Wege stehen: „Der größte Teil der Fahrten, beispielsweise zur Arbeit, ist weniger als zehn Kilometer lang, das heißt, die alltäglichen Geschäfte kann man gut mit einem E-Auto bewältigen“, meinte der Ingenieur.

Maximilian Rüttinger und Anselm Laube (von links) im Elektroauto der Gemeinde Murg.
Maximilian Rüttinger und Anselm Laube (von links) im Elektroauto der Gemeinde Murg. | Bild: Michael Gottstein

Für die Akzeptanz der nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität ist es auch wichtig, verschiedene Angebote wie Carsharing, den öffentlichen Nahverkehr oder auch mal das klassische Fahrrad beziehungsweise Schusters Rappen zu nutzen. „Es ist uns auch wichtig, die Menschen zum Umdenken zu bewegen“, erklärte Rüttinger. Interessanterweise haben sich Fahrräder mit Elektrounterstützung, die bei 25 Kilometern pro Stunde abregeln und somit keine Zulassung brauchen, auch ganz ohne Förderung durchgesetzt.

Nach Schätzung der Experten sei etwa ein Viertel der Slowup-Teilnehmer mit diesen Vehikeln unterwegs gewesen, „und in manchen Touristengegenden sind es mehr als die Hälfte“, sagte Laube. Wer sich für das Thema interessiert, kann bei der Gemeinde Murg und der Energieagentur zahlreiche Informationen über Fördermöglichkeiten für Betriebe und Privatpersonen erhalten.

Infos und Beratung

  • Kontakt: Maximilian Rüttinger, Klimaschutzmanager der Gemeinde Murg, 07763/92 18 34 oder per E-Mail (ruettinger@gemeinde-murg.de).
  • Die Energieagentur Lörrach bietet eine 30-minütige kostenfreie Erstberatung für Bürger, 07621/161 61 70 oder per E-Mail (info@energieagentur-loerrach-landkreis.de).

Ihre Meinung ist uns wichtig
Hervorragende Weine vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Murg
Murg
Murg
Murg
Murg
Murg
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren